Die Aktie von Gartner steht unter Druck. Nach Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag sackte der Titel im vorbörslichen Handel um über 3 Prozent auf 196 Dollar ab – gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 207 Dollar. Der Kontrast zum Jahreshoch von 584 Dollar könnte kaum drastischer ausfallen.
Der Beratungsriese enttäuschte mit einem massiven Gewinnrückgang im vierten Quartal. Unter dem Strich blieben nur noch 242,1 Millionen Dollar oder 3,36 Dollar je Aktie stehen – ein Einbruch um über 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 398,6 Millionen Dollar. Bereinigt lag das Ergebnis bei 3,94 Dollar je Aktie, womit Gartner zwar die Analystenschätzung von 3,51 Dollar übertraf, aber dennoch 28 Prozent unter dem Vorjahreswert landete.
Erlöse stagnieren trotz Wachstumsprognose
Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal lediglich um 2,2 Prozent auf 1,75 Milliarden Dollar zu – währungsbereinigt blieb das Wachstum sogar bei null. Das bereinigte EBITDA kletterte um 5 Prozent auf 436 Millionen Dollar, währungsbereinigt jedoch nur um magere 1 Prozent.
CEO Gene Hall zeigte sich dennoch optimistisch: „Die Finanzergebnisse des vierten Quartals lagen über den Erwartungen. Wir gehen davon aus, dass sich der Vertragsabschluss im Laufe des Jahres 2026 beschleunigen wird.“
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Kann die Prognose überzeugen?
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellte Gartner einen Umsatz von mindestens 6,455 Milliarden Dollar in Aussicht, davon 5,19 Milliarden aus dem Insights-Geschäft. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 1,515 Milliarden Dollar erreichen, beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Unternehmen mindestens 12,30 Dollar an. Die mittelfristigen Ziele blieben unverändert.
Analysten bleiben zurückhaltend. Von 13 Experten raten vier zum Kauf, acht zum Halten und einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel von 284 Dollar liegt zwar 36 Prozent über dem aktuellen Niveau – doch die Schätzungen für das Ergebnis je Aktie wurden in den vergangenen zwei Monaten bereits um 0,08 Prozent gesenkt.
Die große Frage lautet nun: Kann Gartner vom KI-Boom profitieren? Das Unternehmen prognostiziert für 2026 weltweit KI-Ausgaben von 2,52 Billionen Dollar – ein Plus von 44 Prozent. Die Berufung der MIT-KI-Expertin Professor Daniela Rus in den Verwaltungsrat Ende Januar unterstreicht den strategischen Fokus. Ob sich das in beschleunigten Vertragsabschlüssen niederschlägt, wird sich zeigen müssen.
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