Gartner kämpft derzeit mit den Folgen einer massiven Bewertungskorrektur. Während enttäuschende Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 die Anleger verschreckten, setzt der IT-Analyst nun auf ein neues Milliardengeschäft: die Beratung rund um die komplexe Regulierung künstlicher Intelligenz (KI). Kann dieser strategische Fokus das Vertrauen des Marktes nach dem jüngsten Einbruch zurückgewinnen?
Enttäuschender Ausblick belastet den Kurs
Der Hauptgrund für den massiven Abwärtsdruck der vergangenen Wochen war die Veröffentlichung der Prognose für 2026. Das Management stellte einen Gewinn pro Aktie von mindestens 12,30 US-Dollar in Aussicht und blieb damit deutlich hinter den Markterwartungen von rund 13,52 US-Dollar zurück. Dieser verhaltene Ausblick löste eine Verkaufswelle aus, die das Papier Anfang Februar auf ein neues Jahrestief drückte.
Trotz der allgemeinen Marktskepsis gibt es jedoch Anzeichen für eine Stabilisierungsphase. Während die Leerverkäufe Ende Januar um fast 24 % zunahmen, setzten Insider bereits im Vorfeld ein gegenteiliges Signal: Ein Direktor des Unternehmens erwarb im Dezember Anteile im Wert von fast 10 Millionen US-Dollar.
Wichtige Marktfaktoren im Überblick:
– Short-Interest: Rund 8,4 % der frei handelbaren Aktien sind derzeit leerverkauft.
– Wachstumsdiskrepanz: Während der Softwaresektor 2026 voraussichtlich um fast 15 % wächst, prognostiziert Gartner selbst nur ein vorsichtiges Umsatzplus auf etwa 6,45 Milliarden US-Dollar.
– Rechtlicher Druck: Die Kanzlei Levi & Korsinsky hat eine Untersuchung bezüglich der jüngsten Quartalsergebnisse und des anschließenden Kurssturzes eingeleitet.
KI-Regulierung als neuer Erlöstreiber
Um die aktuelle Wachstumsdelle zu überwinden, identifiziert Gartner neue Potenziale in der KI-Governance. Das Unternehmen prognostiziert, dass die weltweit zunehmende Regulierung von KI-Systemen bis 2030 einen Milliardenmarkt für spezialisierte Beratungsplattformen schaffen wird. Da bis dahin schätzungsweise 75 % der Weltwirtschaft von fragmentierten KI-Gesetzen betroffen sein dürften, positioniert sich Gartner als Partner für Unternehmen, die mit steigenden Compliance-Kosten konfrontiert sind.
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CEO Eugene Hall wies zuletzt darauf hin, dass Kunden ihre Entscheidungen aufgrund der unsicheren KI-Landschaft derzeit häufig aufschieben. Die Transformation der Forschungsprodukte hin zu konkreten Lösungen für diese Unsicherheiten gilt daher als entscheidender Faktor für die kommenden Quartale.
Aktuelle Bewertungslage
Die Aktie notiert derzeit bei 134,55 Euro und damit rund 31 Prozent unter dem Niveau von vor 30 Tagen. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch bei 495,10 Euro verdeutlicht der aktuelle Kurs die Schwere der Korrektur, wobei das Papier zuletzt mühsam versuchte, sich von seinem Jahrestief bei 129,10 Euro abzusetzen.
Das Augenmerk der Investoren richtet sich nun auf die Umsetzung der neuen Strategie. Entscheidend für eine nachhaltige Erholung wird sein, ob die Monetarisierung der KI-Compliance-Beratung die Lücke zwischen der konservativen Unternehmensprognose und dem allgemeinen Branchenwachstum schließen kann.
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