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GameStop Aktie: 56-Milliarden-Offerte für eBay

GameStop peilt ein EBITDA von über 600 Millionen Dollar an und hält trotz Ablehnung an der eBay-Übernahme fest. Bitcoin-Bestände stützen die Bilanz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutlich angehobene EBITDA-Prognose für 2026
  • Beharrliches Übernahmeinteresse an eBay
  • Finanzierung durch Kreditzusagen gesichert
  • Bitcoin-Bestände als Gewinntreiber im ersten Quartal

GameStop bläst zum Angriff. Der Einzelhändler peilt für 2026 einen massiven Gewinnsprung an und hält trotz einer ersten Abfuhr an seinen Übernahmeplänen für eBay fest. Das Management setzt dabei auf eine radikale Expansion.

Gewinnziel fast verdoppelt

Das Unternehmen hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich nach oben geschraubt. GameStop erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von mehr als 600 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 345,4 Millionen US-Dollar.

Hinter diesem Optimismus steckt ein tiefgreifender Umbau. Unter der Führung von CEO Ryan Cohen hat das Segment für Sammlerstücke die Software-Sparte als wichtigste Säule abgelöst. Cohen selbst verzichtet auf seine erfolgsabhängige Vergütung, um seine Interessen enger mit denen der Aktionäre zu verknüpfen.

Die Jagd auf eBay geht weiter

Parallel dazu bleibt GameStop hartnäckig im Werben um eBay. Der Vorstand des E-Commerce-Riesen hatte das unverbindliche Angebot über rund 56 Milliarden US-Dollar zuletzt abgelehnt. Die Offerte von 125 US-Dollar je Aktie sei weder glaubwürdig noch attraktiv, hieß es aus San José.

GameStop lässt sich davon nicht beirren. Das Unternehmen hält bereits eine wirtschaftliche Beteiligung von fünf Prozent an eBay. Ein Finanzierungsplan steht: TD Securities stellt Kreditzusagen über 20 Milliarden US-Dollar bereit. Der Deal soll zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien finanziert werden. Das Ziel sind jährliche Kosteneinsparungen von zwei Milliarden US-Dollar.

Bitcoin und Barreserven als Puffer

Finanziell agiert GameStop aus einer Position der Stärke heraus. Im Mai 2026 verfügte der Konzern über liquide Mittel von rund 7,4 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen marktfähige Wertpapiere im Wert von einer Milliarde US-Dollar.

Ein Teil des Kapitals steckt zudem in Kryptowährungen. Das Unternehmen hält rund 4.710 Bitcoin in seiner Bilanz. Diese Bestände trugen maßgeblich zum Rekord-Nettoergebnis von 389,6 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2026 bei.

An der Börse reagierten Anleger positiv auf die Expansionspläne. Die Aktie stieg am Montag um 1,57 Prozent auf 19,39 Euro. Damit notiert das Papier allerdings weiterhin rund 20 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Mai.

In den kommenden Monaten steht die rechtliche Prüfung der Übernahmestruktur an. Ein Gerichtstermin oder eine Entscheidung der Regulierungsbehörden könnte hier für Klarheit sorgen.

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