GameStop-CEO Ryan Cohen zieht eine milliardenschwere Rechnung zurück. Der Verwaltungsrat des Videospielhändlers hat einem entsprechenden Antrag am 23. Juni 2026 offiziell stattgegeben. Die Rede war von einem leistungsbasierten Vergütungspaket im Wert von rund 35 Milliarden US-Dollar.
Die Entscheidung ist kein Zufall. GameStop will sich voll auf die operative Leistungsfähigkeit konzentrieren – und vor allem auf die geplante Übernahme von eBay. Derzeit notiert die Aktie bei 18,78 Euro, ein Plus von 1,24 Prozent zum Vortag. Damit liegt sie aber noch knapp fünf Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Milliardendeal mit Hindernissen
Bereits im Mai hatte GameStop ein unverbindliches Angebot für eBay vorgelegt. Rund 56 Milliarden US-Dollar oder 125 Dollar je Aktie bot der Händler – in bar und Aktien. Der eBay-Verwaltungsrat lehnte ab. Die Offerte sei „weder glaubwürdig noch attraktiv“, hieß es.
GameStop ließ nicht locker. Der Konzern hält inzwischen direkt 4,34 Millionen eBay-Aktien. Dazu kommen Optionen auf weitere 39 Millionen Papiere – ein erhebliches wirtschaftliches Engagement. Anfang Juni erfüllte GameStop zudem die kartellrechtlichen Voraussetzungen nach dem Hart-Scott-Rodino Act für die geplante Akquisition.
Operative Wende
Der Strategiewechsel folgt auf gemischte Quartalszahlen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 835,3 Millionen US-Dollar, nach 732,4 Millionen im Vorjahr. Parallel dazu genehmigte der Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden US-Dollar.
Doch die eigentliche Spannung liegt in den kommenden Tagen. Noch diese Woche will GameStop eine Präsentation veröffentlichen. Darin soll die strategische Logik hinter der eBay-Übernahme erläutert werden – und wie der Konzern den Deal finanzieren will. Der eBay-Verwaltungsrat bleibt vorerst skeptisch. Ob GameStop ihn umstimmen kann, dürfte von den Details dieser Vorlage abhängen.
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