Wie das Unternehmen bestätigte, wurde die Entwicklung und Felderprobung neuer u-bootgestützter unbemannter Überwasserschiffe (USVs) erfolgreich abgeschlossen. In Kooperation mit dem Partner FLANQ wurden die Systeme „Ranger“, konzipiert für ISR-Missionen (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance), sowie „Raider“ für Strike-Missionen getestet. Laut Unternehmensangaben stehen bereits zwei weitere Verträge für diese neuartigen Systeme kurz vor dem Abschluss.
Technologischer Durchbruch und volle Auftragsbücher
Der Erfolg der neuen Drohnentypen gliedert sich in eine Reihe von operativen Fortschritten ein, die das Unternehmen im Bereich Submarine Systems verzeichnet. Erst Anfang Juli sicherte sich die Gabler Group einen Auftrag einer europäischen Marine mit einem Volumen von rund 17 Millionen Euro. Dieser umfasst neben Produktlieferungen auch Modernisierungsmaßnahmen bestehender Marinesysteme und ist auf eine Projektlaufzeit von etwa zwei Jahren ausgelegt.
Kurz darauf folgte die Meldung über einen weiteren Neuvertrag im Wert von etwa 11 Millionen Euro. Die operative Umsetzung dieses Projekts soll in den kommenden Jahren beginnen, wobei die Umsatzrealisierung planmäßig über einen Zeitraum von zehn Jahren zwischen 2029 und 2039 vorgesehen ist. Zudem berichteten Medien über einen wegweisenden Auftrag eines namentlich nicht genannten asiatischen Kunden für eine neue Produktgeneration. Details zu diesem Volumen unterliegen strengen Vertraulichkeitsklauseln.
Management zeigt Vertrauen nach Börsengang
Die Gabler Group ist erst seit dem 9. März 2026 im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Nach einem Emissionspreis von 44,00 Euro und einem ersten Börsenkurs von 47,20 Euro hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die Geschäftsführung einen Konzernumsatz zwischen 69 Millionen Euro und 71 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBIT in der Spanne von 17 Millionen Euro bis 19 Millionen Euro.
Das Vertrauen in diese Prognosen wird durch Transaktionen aus den eigenen Reihen unterstrichen. Ein Mitglied des Managements hat Anfang Juli die eigene Position durch Zukäufe am Markt weiter ausgebaut. Diese Insidertransaktion erfolgte in einer Phase, in der die Aktie nach einem starken Lauf zeitweise volatiler reagierte.
Volatilitätsunterbrechung an der Tradegate Exchange
Am 17. Juli kam es an der Tradegate Exchange zu einer zeitweisen Aussetzung des Handels. Eine Volatilitätsunterbrechung wurde ausgelöst, nachdem das Papier am Vormittag um über 3 Prozent nachgegeben hatte. Marktbeobachter werteten diese Bewegung als Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie in der vorangegangenen Kalenderwoche eine deutliche Rallye vollzogen hatte.
Der Schlusskurs am Montag lag bei 40,00 Euro. Damit notiert die Aktie der Gabler Group derzeit 11,11 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief, das Ende April bei 36,00 Euro markiert wurde. Gleichzeitig besteht zum 52-Wochen-Hoch von 52,80 Euro aus dem März noch ein Abstand von 24,24 Prozent. Die Anleger am Markt beobachten nun genau, ob die angekündigten Vertragsabschlüsse für die neuen USV-Systeme Ranger und Raider die notwendigen Impulse liefern können, um den Kurs wieder dauerhaft in Richtung der Emissionsmarke zu bewegen.
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