Mit einem Jahresverlust von über 51 Prozent und einem Kurs knapp über dem 52-Wochen-Tief steht Future Fuels unter erheblichem Druck. Ausgerechnet jetzt verdichtet das Unternehmen sein Explorationsprogramm — und liefert innerhalb weniger Tage gleich drei Meldungen.
3D-Modell schärft Bohrziele am Hornby Basin
Den Kern der aktuellen Neuigkeiten bildet ein geologischer Fortschritt: Am 4. Juni veröffentlichte Future Fuels die Ergebnisse einer 3D-Inversionsmodellierung seines Hornby-Basin-Uranprojekts in Nunavut, rund 95 Kilometer südwestlich von Kugluktuk. Das Modell, erstellt von EarthEx Geophysical Solutions, integriert Schwerkraftmessungen aus eigenen Kampagnen sowie Daten von Iso Energy aus den Jahren 2022 und 2024.
Das Ergebnis ist eine klar abgegrenzte positive Dichteanomalie — bezeichnet als ML-Anom-1 — die räumlich mit dem historischen Mountain-Lake-Uraniumprojekt übereinstimmt. Für das Unternehmen bedeutet das eine deutlich präzisere Grundlage für die Priorisierung von Bohrzielen. Das Sommerprogramm 2026 soll auf dieser Basis finalisiert werden.
Hatchet-Übernahme abgeschlossen, Marketingvertrag unterzeichnet
Wenige Tage zuvor, am 29. Mai, schloss Future Fuels die Übernahme von Hatchet Uranium Corp. ab — per Drei-Wege-Fusion nach britisch-kolumbianischem Gesellschaftsrecht. Die integrierte Einheit läuft künftig als „Future Fuels Athabasca Inc.“ und erweitert das Portfolio um die Hatchet-Lake-Liegenschaft, die mit einer 2-prozentigen NSR-Royalty zugunsten von Rio Tinto Exploration Canada belastet ist.
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Parallel dazu schloss das Unternehmen zum 1. Juni einen sechsmonatigen Marketingvertrag mit der deutschen MCS Market Communication Service GmbH aus Lüdenscheid. MCS soll die Sichtbarkeit in europäischen und nordamerikanischen Märkten durch digitale Kampagnen und Advertorials steigern.
Kurs nahe Jahrestief, technische Lage angespannt
Die operative Aktivität trifft auf eine schwache Kursentwicklung. Bei 0,23 Euro liegt die Aktie nur knapp 16 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom 5. Juni — und rund 67 Prozent unter dem Oktober-Hoch von 0,71 Euro. Der RSI von 35 signalisiert, dass die Aktie kurz vor überverkauftem Terrain notiert.
Das Hornby-Basin-Projekt umfasst 3.407 Quadratkilometer mit über 40 weitgehend unerforschten Uranvorkommen. Ob das Sommerbohrprogramm konkrete Ressourcenhinweise liefert, wird maßgeblich entscheiden, ob das Unternehmen den Abwärtstrend der vergangenen Monate stoppen kann.
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