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Fujikura Aktie: Aktionäre stimmen am 26. Juni ab

Fujikura plant neues Vergütungssystem und stärkere Mitarbeiterbeteiligung. Die Hauptversammlung am 26. Juni entscheidet über die Reformen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Aktienvergütungsprogramm für Führungskräfte
  • Mitarbeiterbeteiligung über Restricted-Stock-Plan
  • Veräußerung eigener Aktien für Treuhandstruktur
  • Wechsel des Abschlussprüfers zu Deloitte

Fujikura geht mit einem dichten Reformpaket in die Hauptversammlung. Der Glasfaser-Spezialist will die Vergütung für Führungskräfte neu ordnen, Mitarbeiter stärker am Aktienkapital beteiligen und eigene Aktien in Vergütungsvehikel einbringen. Das trifft auf eine Aktie, die nach der jüngsten Korrektur nach Halt sucht.

Vergütung wird stärker an Aktienkurs gekoppelt

Kern des Pakets ist ein neues Restricted-Stock-Programm für Direktoren, die nicht dem Audit and Supervisory Committee angehören. Externe Direktoren sind ausgenommen. Die Aktionäre stimmen am 26. Juni 2026 darüber ab; der bisherige aktienbasierte Vergütungsplan soll danach auslaufen.

Das neue Modell sieht eine jährliche Obergrenze von 500 Millionen Yen vor. Maximal können 212.000 Aktien ausgegeben werden. Die Struktur soll einen größeren Teil der Vergütung an Aktienkurs und langfristigen Unternehmenswert binden.

Fujikura zieht auch die Belegschaft stärker in die Aktienlogik hinein. Für die Mitarbeiterbeteiligungsvereinigung ist ein Restricted-Stock-Incentive-Plan geplant, der über Sonderzahlungen den Erwerb von Stammaktien ermöglicht. Das Programm wird an den mittelfristigen Managementplan 2028 gekoppelt und über ein Modell von Nomura Securities umgesetzt.

Eigene Aktien für Vergütungsvehikel

Der Verwaltungsrat hat außerdem die Veräußerung von 385.900 eigenen Aktien beschlossen. Der Gegenwert liegt bei rund 1,81 Milliarden Yen, die erwartete Verwässerung bei nur 0,02 Prozent. Finanziert wird damit ein bestehender aktienbasierter Vergütungsplan für Direktoren und Executive Officers über eine Treuhandstruktur mit Sumitomo Mitsui Trust Bank.

Der Ausgabepreis liegt bei 4.695 Yen je Aktie. Er entspricht dem Schlusskurs an der Tokioter Börse vom 19. Mai. Es handelt sich damit weniger um eine klassische Kapitalmaßnahme als um eine gezielte Umverteilung eigener Aktien in Vergütungsprogramme.

  • Direktoren-Trust: 23.600 Aktien im Wert von rund 110,8 Millionen Yen.
  • Trust für höhere Führungskräfte: 362.300 Aktien im Wert von etwa 1,7 Milliarden Yen.
  • Beide Transaktionen sollen am 4. Juni über eigene Aktien abgewickelt werden.

Auditorwechsel ergänzt die Agenda

Auf der Hauptversammlung steht auch ein Wechsel des Abschlussprüfers an. Fujikura will PwC Japan durch Deloitte Touche Tohmatsu ersetzen, sofern die Aktionäre zustimmen. Das Audit and Supervisory Committee verweist auf Deloittes globale Aufstellung, Unabhängigkeit und frische Prüfungsperspektiven.

Das Thema Governance ist für Fujikura mehr als Formalie. Der Konzern investiert massiv in Kapazitäten in Japan und den USA, um von der Nachfrage nach KI-getriebener Dateninfrastruktur zu profitieren. Der geplante Ausbau hat ein Volumen von 300 Milliarden Yen.

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Starke Zahlen, höhere Erwartungen

Operativ kommt Fujikura aus einem sehr starken Geschäftsjahr bis März 2026. Der Umsatz stieg um 20,7 Prozent auf 1,182 Billionen Yen. Der Markt hatte nach dem kräftigen Kurslauf dennoch mehr vom mittelfristigen Plan erwartet; die Aktie fiel nach ihrem Rekordhoch deutlich zurück.

Das operative Ergebnis stieg um 39,2 Prozent auf 188,7 Milliarden Yen. Der zurechenbare Nettogewinn sprang um 72,5 Prozent auf 157,2 Milliarden Yen.

Für das Geschäftsjahr bis März 2027 stellt Fujikura einen Umsatz von 1,243 Billionen Yen in Aussicht. Das entspräche einem Plus von 5,1 Prozent. Das Wachstum bleibt damit positiv, wirkt aber weniger spektakulär als zuletzt.

Das operative Ergebnis soll auf 211 Milliarden Yen steigen. Beim zurechenbaren Nettogewinn rechnet Fujikura mit 156 Milliarden Yen, also einem leichten Rückgang von 0,7 Prozent.

Am 28. Mai notierte die Aktie bei 4.939 Yen, nach 5.140 Yen am Vortag. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 4.891 und 5.196 Yen. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 1.098,8 bis 7.933 Yen.

Analysten bleiben mehrheitlich konstruktiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 5.808,9 Yen, die Spanne reicht von 3.500 bis 8.100 Yen. Neun Analysten empfehlen den Kauf, Verkaufsempfehlungen gibt es keine.

Der nächste harte Termin ist der 26. Juni. Dann stimmen die Aktionäre über Vergütungssystem, Mitarbeiterbeteiligung und Auditorwechsel ab. Eine Zustimmung würde Fujikuras Governance-Rahmen für den milliardenschweren Kapazitätsausbau schärfen; der Kurs dürfte sich danach stärker daran messen lassen, ob die Investitionen in dauerhaft höhere Profitabilität münden.

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