Nach einem turbulenten Wochenverlauf schloss Fujikura am Freitag mit einem Plus von 7,75 Prozent bei 4.850 Yen. Der Kurssprung klingt stark. Die Frage ist, ob er trägt.
Starker Rücksetzer trotz Rekordergebnissen
Der Kontext macht die Erholung erst verständlich. Zwischen dem 14. und 22. Mai fiel die Aktie von 6.355 Yen auf 4.850 Yen — ein Rückgang von rund 24 Prozent in weniger als zwei Wochen. Auslöser war die Verarbeitung der Jahreszahlen und des Ausblicks.
Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr bis März 2026 waren dabei alles andere als schwach. Der Umsatz stieg um 20,7 Prozent auf 1,182 Billionen Yen. Das operative Ergebnis legte um 39,2 Prozent zu. Der Nettogewinn kletterte sogar um 72,5 Prozent auf 157 Milliarden Yen.
Das Problem liegt im Ausblick. Für das laufende Geschäftsjahr bis März 2027 erwartet Fujikura zwar weiteres Umsatz- und Betriebsgewinnwachstum. Der Nettogewinn soll jedoch leicht sinken — um 0,7 Prozent auf 156 Milliarden Yen. Kein Einbruch, aber genug, um eine hochbewertete Wachstumsaktie unter Druck zu setzen.
KI-Infrastruktur als Fundament
Das strategische Bild bleibt intakt. Fujikura baut ein neues Werk am Standort Sakura Works. Das Investment beläuft sich auf bis zu 40 Milliarden Yen. Ziel ist es, die Produktionskapazität für Glasfaserkabel zu erhöhen — speziell für generative KI-Rechenzentren in den USA.
Das ist keine Diversifikation. Fujikura setzt klar auf den Ausbau der KI-Infrastruktur als Kerngeschäft. Solange die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazität wächst, stützt das die Investmentstory.
Technische Marken und Makrorisiken
Charttechnisch sind die Orientierungspunkte klar. Auf der Oberseite liegt das erste Ziel bei 5.031 Yen — dem Tageshoch vom Freitag. Darüber folgen die Niveaus vom 19. Mai bei 5.639 Yen und vom 18. Mai bei 5.653 Yen. Nach unten markieren 4.501 Yen und 4.295 Yen die nächsten Unterstützungen.
Hinzu kommt ein Makrorisiko. Am 29. Mai veröffentlicht Japans Statistikbehörde den vorläufigen Verbraucherpreisindex für den Großraum Tokio. Für Wachstumswerte mit hohen Bewertungsmultiplikatoren kann ein überraschender Inflationswert die Diskontierungsrate verschieben — und damit den Kurs belasten, unabhängig von der Unternehmensentwicklung.
Die Hauptversammlung ist für Juni 2026 geplant. Bis dahin dürfte der Markt vor allem eines beobachten: ob die Glasfaser-KI-Story nach dem scharfen Rücksetzer wieder Käufer anzieht — oder ob der Freitagssprung nur eine Pause in der Korrektur war.
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