Fuelcell Energy steckt mitten in einer schmerzhaften Transformation. Das Unternehmen investiert massiv in die Modernisierung seiner Anlagen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Parallel dazu klafft in der Bilanz ein tiefes Loch, das Marktbeobachter nervös macht.
Millionen-Abschreibung belastet Bilanz
Im zweiten Quartal 2026 sanken die Erlöse auf 35,6 Millionen Dollar. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür waren vor allem Reparaturen am Groton-Navy-Projekt, die die Stromproduktion zeitweise drosselten.
Besonders schwer wiegt eine Sonderabschreibung von 42,6 Millionen Dollar. Diese Summe entfällt auf die Entscheidung, das Groton-Projekt technisch aufzuwerten. In der Folge schwoll der Nettoverlust auf 77,6 Millionen Dollar an, was einem Minus von 1,45 Dollar je Aktie entspricht.
Analysten bleiben skeptisch
B. Riley Financial reagierte prompt auf die neuen Daten. Die Experten hoben das Kursziel von 8,00 auf 13,00 Dollar an. Trotz dieses deutlichen Sprungs bleibt das Rating auf „Neutral“, da die Profitabilität weiterhin auf sich warten lässt.
Der breite Markt traut der Erholung noch nicht. Das durchschnittliche Kursziel von sechs Analysten liegt derzeit bei 13,24 Dollar, wobei die Konsenseinstufung auf „Verkaufen“ lautet. Sorgen bereitet vor allem der hohe Barmittelverbrauch des Brennstoffzellen-Spezialisten.
Volatilität an der Börse
Die Aktie reagierte mit deutlichen Abschlägen auf die Quartalszahlen. Am Freitag schloss das Papier bei 14,63 Euro, ein Tagesminus von rund vier Prozent. Damit summieren sich die Verluste der letzten 30 Tage auf fast 14 Prozent.
Trotz der jüngsten Korrektur blicken Aktionäre auf ein starkes Jahr zurück. Seit Januar legte der Kurs um rund 110 Prozent zu. Vom 52-Wochen-Hoch bei 23,73 Euro ist der Titel mittlerweile jedoch wieder ein großes Stück entfernt.
Fokus auf KI-Infrastruktur
Das Management setzt nun alles auf die „Powerhouse“-Strategie. Die Projekt-Pipeline ist auf ein Volumen von vier Gigawatt angewachsen. Vor allem der enorme Energiehunger von KI-Rechenzentren soll künftig für volle Auftragsbücher sorgen.
In der zweiten Jahreshälfte müssen nun die versprochenen Modul-Lieferungen für ein Großprojekt in Südkorea den Beweis für die neue Strategie liefern. Die entscheidende Hürde bleibt die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, während die Kosten für den Umbau hoch bleiben.
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