Der britische Leitindex kratzt heute an seiner Bestmarke und legt bis zum Mittag um 0,4 Prozent auf 10.519 Punkte zu. Damit setzt sich die Aufwärtsbewegung den dritten Tag in Folge fort. Treiber sind schwache Arbeitsmarktdaten, die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung der Bank of England befeuern. Doch während Immobilien- und Finanzwerte profitieren, geraten Rohstoffaktien unter Druck.
Arbeitsmarkt schwächelt – Zinshoffnung steigt
Die britische Arbeitslosenquote kletterte im vierten Quartal auf 5,2 Prozent, nachdem sie im Vorquartal noch bei 5,1 Prozent gelegen hatte. Noch deutlicher fiel die Enttäuschung beim Lohnwachstum aus: Die durchschnittlichen Jahreseinkommen inklusive Boni stiegen nur um 4,2 Prozent – deutlich unter den erwarteten 4,6 Prozent. Im Januar schrumpfte die Zahl der Beschäftigten um 11.000 auf 30,3 Millionen.
Für den Aktienmarkt sind das gute Nachrichten. Schwächere Arbeitsmarktdaten reduzieren den Inflationsdruck und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank ihre restriktive Haltung lockert. Immobilienaktien wie Barratt Redrow springen daraufhin um 3,5 Prozent nach oben, Persimmon gewinnt 2 Prozent.
GSK mit Milliarden-Rückkaufprogramm
Einen kräftigen Schub erhält der Pharmakonzern GSK, dessen Aktie um mehr als 2 Prozent zulegt. Das Unternehmen kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden Pfund an. Die Maßnahme signalisiert Vertrauen in die eigene Geschäftsentwicklung und dürfte den Gewinn je Aktie stützen.
Auch Versicherer profitieren vom positiven Umfeld. Centrica, Legal & General, Aviva und Prudential verbuchen spürbare Gewinne. Der Finanzsektor insgesamt zeigt sich robust, während Energiewerte wie BP ebenfalls zulegen.
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Bergbauaktien brechen ein
Auf der Verliererseite dominieren die Rohstoffwerte. Antofagasta stürzt trotz Rekordergebnis für das Gesamtjahr um 4 Prozent ab. Anglo American, Fresnillo, Glencore und Endeavour Mining verlieren zwischen 1,9 und 2,7 Prozent. Rio Tinto gibt um 1,25 Prozent nach.
Die Schwäche im Minensektor steht im Kontrast zur allgemeinen Indexstärke und zeigt die selektive Natur der heutigen Bewegung. Selbst BHP, das Ergebnisse am oberen Ende der Analystenerwartungen vorlegte, kann mit einem Plus von nur 1 Prozent nicht überzeugen.
Zu den weiteren Verlierern zählen Weir Group, Intercontinental Hotels Group und Rolls-Royce Holdings. Das Handelsvolumen bleibt insgesamt überschaubar – fehlende US-Vorgaben und Feiertage an mehreren asiatischen Börsen sorgen für Zurückhaltung.
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