Friedrich Vorwerk hebt die Jahresziele binnen weniger Monate zum zweiten Mal an. Auslöser sind vorläufige Drittquartalszahlen, bei denen vor allem das operative Ergebnis deutlich über dem Umsatzwachstum liegt.
Rekord bei Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 13 Prozent auf 228,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) legte mit 58 Prozent auf fast 81 Millionen Euro überproportional zu. Beide Werte markieren Rekorde.
Zur Margenausweitung trug unter anderem ein deutlich gesunkener Materialaufwand bei. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen profitiert zudem seit einiger Zeit vom Netzausbau und der Energiewende.
Prognose klar nach oben
Für 2026 erwartet das Management nun ein Ebitda von 220 bis 230 Millionen Euro. Im Juli hatte es das Ziel erst auf 180 bis 200 Millionen Euro angehoben. Die Umsatzprognose steigt auf 760 bis 790 Millionen Euro, zuvor standen 730 bis 780 Millionen Euro im Plan.
Die Aktie reagierte am Mittwochmorgen mit einem Plus von bis zu 4,5 Prozent und erholte sich damit an die exponentielle 200-Tage-Linie. Der anfängliche Schwung ließ danach etwas nach. Auch die Beteiligungsgesellschaft MBB, die an Friedrich Vorwerk beteiligt ist, legte um 4 Prozent zu.
Analyst sieht noch Spielraum
Nikolas Demeter vom Bankhaus Metzler hatte starke Quartalszahlen erwartet. Wie deutlich das operative Ergebnis zulegte, überraschte ihn dennoch. Das neue Ebitda-Ziel liegt über seiner bereits optimistischeren Schätzung.
Je nach Wetterverlauf sieht Demeter sogar noch Luft nach oben, gemessen an dem, was nach drei Quartalen bereits in den Büchern steht. Die Wetterabhängigkeit dürfte mit dem Bau von Leitungen zusammenhängen, der in der kalten Jahreszeit leiden kann.
Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal legt Friedrich Vorwerk am 12. November vor. Dann zeigt sich, ob die vorläufigen Rekordwerte bestätigt werden und wie das Management die Kostenentwicklung einordnet.
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