Freshworks sucht nach den jüngsten Kursverlusten eine stabile Basis. Während die Ergebnisse für das vierte Quartal die Erwartungen übertrafen, belastet ein vorsichtiger Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 die Stimmung. Kann das Unternehmen durch seine KI-Offensive das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen?
Diskrepanz zwischen Zahlen und Ausblick
Der Software-Anbieter präsentierte für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 222,7 Millionen US-Dollar – ein Plus von 14 Prozent zum Vorjahr. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) lag mit 0,14 US-Dollar über den Schätzungen.
Dennoch reagierte der Markt Mitte Februar empfindlich auf die Ziele für 2026. Das Management erwartet einen Jahresumsatz zwischen 952 und 960 Millionen US-Dollar. Kritischer sahen Investoren jedoch die Gewinnprognose: Ein erwartetes EPS von 0,55 bis 0,57 US-Dollar liegt deutlich unter dem bisherigen Marktkonsens von 0,69 US-Dollar. Diese Lücke führte zu einer Neubewertung der Aktie, die sich heute bei rund 7,50 US-Dollar zu stabilisieren versucht.
Fokus auf KI-Wachstum und Margen
In der aktuellen Phase ohne neue Ad-hoc-Meldungen richten Marktteilnehmer ihr Augenmerk auf die Effizienz der Unternehmensstrategie. Freshworks verfügt mit rund 844 Millionen US-Dollar an Barmitteln über eine starke Bilanz. Entscheidend wird sein, ob das Kapital profitabel in die Produktlinie „Freddy AI“ investiert werden kann, ohne die Margen weiter zu schwächen.
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Mit über 24.700 Bestandskunden, die jährlich mehr als 5.000 US-Dollar einbringen, ist eine solide Basis für weiteres Wachstum vorhanden. Marktbeobachter werten die Fähigkeit, KI-Funktionen an diese Bestandskunden zu verkaufen, als zentrale Kennzahl für das laufende Jahr.
Analysten korrigieren Kursziele
Die Kursziel-Anpassungen folgten prompt auf die Veröffentlichung der Prognose. UBS reduzierte das Ziel auf 11 US-Dollar, Piper Sandler sieht den fairen Wert nun bei 10 US-Dollar. Trotz der Senkungen gehen die Meinungen der Experten auseinander: Während einige das aktuelle Niveau als Einstiegschance betrachten, bleiben andere aufgrund der Gewinnentwicklung neutral.
Die erste Bewährungsprobe für die neue Prognose steht Ende April an. Dann wird Freshworks die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorlegen (voraussichtlich am 28. oder 29. April). Erst diese Daten werden zeigen, ob der vorsichtige Jahresausblick lediglich konservativ gewählt war oder ob das Wachstum an Dynamik verliert. Am 5. Juni folgt zudem die Hauptversammlung des Unternehmens.
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