Fresenius baut sein Biosimilar-Geschäft weiter aus. Der Konzern hat eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit Wuxi Biologics geschlossen und sichert sich damit Zugriff auf bis zu 37 potenzielle Biosimilar-Kandidaten. Die Aktie notierte vorbörslich leicht im Plus.
Was die Vereinbarung bringt
Die Kandidaten zielen auf Originalpräparate, die zusammen mehr als 370 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Das Marktpotenzial ist also gewaltig, auch wenn bis zu einer Zulassung noch ein weiter Weg liegt. Aktuell umfasst das Portfolio 29 vermarktete Moleküle oder solche in der Pipeline. Die neue Allianz würde diese Basis deutlich verbreitern.
Wuxi Biologics ist ein Auftragsunternehmen für Forschung, Entwicklung und Produktion. Für jedes Produkt, das im Rahmen der Vereinbarung auf den Markt kommt, erhält Fresenius die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte inklusive der Zulassungen. Der Konzern profitiert damit nach eigenen Angaben in vollem Umfang vom wirtschaftlichen Erfolg.
Rolle von mAbxience
Die Produktionsstrategie legt Fresenius für jeden Kandidaten selbst fest. Dabei kann der Konzern auf das Netzwerk von mAbxience zurückgreifen. Die Biosimilars-Plattform hatte Fresenius erst kürzlich vollständig übernommen, und der Zugriff auf die eigene Infrastruktur dürfte sich nun auszahlen.
Der Schritt passt zur Strategie, das Biopharma-Geschäft zu stärken. Die Kontrolle über Entwicklung, Produktion und Vermarktung liegt damit weitgehend in einer Hand.
Aktie und Marktumfeld
Im vorbörslichen Handel auf Tradegate legte die Aktie zeitweise 0,26 Prozent auf 47,73 Euro zu. Die Reaktion fiel also verhalten aus. Das Umfeld ist schwierig: Nach dem Ausverkauf bei Technologiewerten am Freitag dürften die europäischen Märkte dem Vernehmen nach dennoch mit Gewinnen starten. Gestützt werden sie von sinkenden Renditen in den USA.
Konkrete Umsatz- oder Ergebnisbeiträge aus der Vereinbarung hat das Unternehmen nicht beziffert. Sie hängen davon ab, welche der bis zu 37 Kandidaten tatsächlich in die Entwicklung gehen und die Zulassung erreichen.
Stand heute, 2. November: Fresenius – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Fresenius investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 2. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
