Ein Quartal, das die eigenen Erwartungen übertrifft — und der Vorstand reagiert prompt mit einer angehobenen Prognose. Fresenius hat am späten Dienstagabend nachgelegt und rechnet für das Kern-Ergebnis je Aktie nun mit einem Plus von 10 bis 15 Prozent, statt der zuvor angepeilten 5 bis 10 Prozent. Auch für die Kabi-Sparte, den Infusions- und Klinikprodukte-Spezialisten des Konzerns, sieht der Bad Homburger Konzern die EBIT-Marge nun am oberen Ende der Zielspanne von 16,5 bis 17,0 Prozent.
Die Zahlen hinter der neuen Zuversicht können sich sehen lassen. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz organisch um 6 Prozent auf 5,864 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Analystenschätzung von 5,85 Milliarden Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte währungsbereinigt um 10 Prozent auf 719 Millionen Euro — der Konsens hatte hier nur 693 Millionen Euro erwartet.
Marge zieht deutlich an
Besonders die Profitabilität sticht heraus. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 12,3 Prozent, nach 11,7 Prozent im Vorjahresquartal, und übertraf damit auch die Analystenprognose von 11,8 Prozent. Das Konzernergebnis legte überproportional zum Umsatz zu: währungsbereinigt um 14 Prozent auf 470 Millionen Euro.
Die neue Steuerungskennzahl, das Kern-Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen, stieg währungsbereinigt auf 0,83 Euro, nach 0,73 Euro im Vorjahr. Als Treiber nannte das Unternehmen die starke operative Entwicklung bei Kabi und der Klinikkette Helios, dazu ein verbessertes Zinsergebnis. Die übrigen Prognose-Elemente bleiben unverändert: Der Konzern hält an einem organischen Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent fest, ebenso an der bereinigten EBIT-Marge von rund 11,5 Prozent für das Gesamtjahr.
Der Markt quittierte die Nachrichten unmittelbar. Im nachbörslichen Handel auf der Handelsplattform Lang & Schwarz zog die Fresenius-Aktie in einer ersten Reaktion um 3 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs an. Die ausführlichen Zahlen und der Ausblick des Managements folgen am Vormittag bei der Analystenkonferenz.
Fresenius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fresenius-Analyse vom 5. August liefert die Antwort:
Die neusten Fresenius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fresenius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Fresenius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
