Die Frequentis Aktie startet mit einem außergewöhnlich starken Rückenwind ins neue Börsenjahr. Nach einem Kursfeuerwerk 2025, deutlichen operativen Fortschritten und prall gefüllten Auftragsbüchern rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob sich diese Dynamik 2026 in nachhaltig höhere Erträge übersetzen lässt. Die wichtigsten Treiber lassen sich klar benennen – vor allem Großaufträge im Nahen Osten und breites Wachstum in allen Segmenten.
Kursentwicklung: Deutliche Outperformance
Die Aktie schloss das Jahr 2025 bei 72,60 Euro. Zu Jahresbeginn lag der Kurs noch bei 27,70 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 162 Prozent innerhalb von zwölf Monaten.
Zum Vergleich: Der österreichische Leitindex ATX legte im gleichen Zeitraum um rund 45 Prozent zu. Frequentis hat den Markt damit mehr als verdreifacht und einen historischen Höchststand erreicht.
Wesentliche Punkte im Überblick:
- Jahresperformance 2025: +162 %
- Schlusskurs 2025: 72,60 Euro
- Kurs zu Jahresbeginn 2025: 27,70 Euro
- ATX-Entwicklung 2025: ca. +45 %
- Auftragsbestand: über 760 Mio. Euro
Die starke Kursentwicklung spiegelt die Kombination aus operativer Stärke, wachsendem Auftragseingang und erfolgreichen internationalen Projekten wider.
Wachstumstreiber Naher Osten
Ein wichtiger Faktor für den Aufwärtstrend sind große Luftfahrtprojekte im Nahen Osten, die für planbare und wiederkehrende Erlöse sorgen.
Strategische Partnerschaft in den VAE:
Auf der Dubai Airshow 2025 vereinbarte Frequentis mit der General Civil Aviation Authority (GCAA) der Vereinigten Arabischen Emirate eine umfassende Kooperation. Zentrales Element ist das System „Flight Information Validation and Exchange“ (FIV-X) als Basis für „Trajectory-Based Operations“ (TBO). Diese Technologie soll das Flugverkehrsmanagement effizienter und besser planbar machen.Vertragsverlängerung in Saudi-Arabien:
Die Zusammenarbeit mit Saudi Air Navigation Services (SANS) wurde langfristig verlängert. Der Vertrag umfasst Betrieb und Wartung von Sprachkommunikationssystemen (VCS) in den Kontrollzentren Jeddah und Riad, zwei der größten Installationen dieser Art in der Region, und läuft mindestens bis 2028 weiter.
Diese Projekte stärken die Marktposition in einer dynamisch wachsenden Luftfahrtregion und sorgen gleichzeitig für hohe Visibilität der künftigen Umsätze.
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Breites Umsatzwachstum in 2025
Die Finanzdaten unterlegen die Kursbewegung mit Fundamentaldaten. Bereits im ersten Halbjahr 2025 stieg der Konzernumsatz um 14,8 Prozent auf 236,8 Mio. Euro.
Auf Segmentebene zeigt sich ein zweistelliges Wachstum in den zentralen Bereichen:
Public Safety & Transport:
Umsatzplus von 17,6 Prozent, getrieben durch Projekte für Polizei, Rettungsdienste und Bahnverkehr.Air Traffic Management:
Zuwachs von 13,8 Prozent im Kerngeschäft mit zivilen und militärischen Flugsicherungen.
Regional bleibt Europa mit einem Umsatzanteil von 61 Prozent der wichtigste Markt. Nord- und Südamerika kommen inzwischen auf 23 Prozent und gewinnen damit spürbar an Gewicht. Der Auftragseingang war im Vorjahr bereits um mehr als 35 Prozent gestiegen und sichert die Auslastung weit in das Jahr 2026 hinein.
Innovationen: MissionX und 5G-Fokus
Neben dem klassischen Projektgeschäft fokussiert Frequentis technologische Innovationen für sicherheitskritische Kommunikationsnetze. Eine strategische Partnerschaft mit Lyfo soll die 4G/5G-Konnektivität verbessern.
Mit der Lösung „MissionX“ bietet das Unternehmen Dienste an, die eine stabile und nahtlose Kommunikation für Einsatzkräfte auch unter schwierigen Netzbedingungen ermöglichen. Dies ist insbesondere für Organisationen der öffentlichen Sicherheit relevant und eröffnet zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Umfeld von „Blaulicht“-Anwendungen.
Fazit: Starke Basis für 2026
Die Kombination aus einem Kursanstieg von 162 Prozent, einem Auftragsbestand von über 760 Mio. Euro, zweistelligen Wachstumsraten in allen wesentlichen Segmenten und klaren technologischen Schwerpunkten im Bereich Luftfahrt und Public Safety schafft eine solide Ausgangslage für das Jahr 2026. Entscheidend wird nun sein, inwieweit die laufenden Großprojekte im Nahen Osten und die neuen Lösungen wie MissionX zügig in steigende Profitabilität umgesetzt werden.
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