Starke Zahlen, schwache Kurse – bei Freeport-McMoRan klaffen Realität und Erwartung weit auseinander. Der Kupferriese übertraf im ersten Quartal zwar die Prognosen der Analysten. Allerdings schickten revidierte Kostenziele und Verzögerungen in der Produktion die Aktie auf Talfahrt.
Freeport-McMoRan meldete für das Auftaktquartal einen Umsatz von 6,23 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 57 Cent. Damit schlug das Unternehmen die Markterwartungen von 46 Cent deutlich.
Kostendruck durch Diesel und Produktion
Die gute Nachricht verblasste schnell hinter einem düsteren Ausblick auf die Betriebskosten. Das Management hob die Prognose für die Netto-Stückkosten pro Pfund Kupfer an. Diese sollen im laufenden Jahr im Schnitt 1,95 Dollar erreichen. Zuvor kalkulierte der Konzern noch mit 1,75 Dollar.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die hohen Energiepreise. Allein die gestiegenen Kosten für Diesel belasten das Jahresergebnis mit schätzungsweise 500 Millionen Dollar. Besonders die Standorte in Indonesien spüren diesen Preisdruck massiv.
Verzögerungen in der Grasberg-Mine
Parallel dazu sorgt die wichtigste Mine des Konzerns für Sorgenfalten. In der indonesischen Grasberg-Mine bremsen notwendige Anpassungen an der Infrastruktur den Hochlauf der Produktion. Die Mine wird bis Mitte 2027 voraussichtlich nur mit etwa 60 Prozent ihrer Kapazität arbeiten.
Ursprünglich rechneten Marktbeobachter bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 mit der vollen Auslastung. Diese zeitliche Verschiebung trifft Freeport empfindlich. Das Unternehmen ist auf die hohen Volumina aus Grasberg angewiesen, um die Fixkosten pro Pfund Kupfer zu senken.
Expansion in Chile als Hoffnungsträger
Inmitten der kurzfristigen Probleme treibt der Vorstand langfristige Projekte voran. Im März reichte Freeport die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau der El-Abra-Mine in Chile ein. Das Vorhaben erfordert Investitionen von rund 7,5 Milliarden Dollar.
Nach der Fertigstellung soll El Abra jährlich über 700 Millionen Pfund Kupfer zusätzlich liefern. Ein Produktionsstart ist jedoch erst für das Jahr 2033 vorgesehen. Die chilenische Regierung unterstützt das Projekt und strebt eine zügige Prüfung der Anträge an.
Analysten sind gespalten
Die Reaktionen der Experten fielen nach der Veröffentlichung unterschiedlich aus. Die Investmentbank UBS hob das Kursziel für die Aktie von 66 auf 74 Dollar an und bleibt bei ihrer Kaufempfehlung. Morgan Stanley hingegen stufte das Papier am selben Tag herab.
An der Börse hinterließen die Nachrichten deutliche Spuren. Die Aktie verlor innerhalb von sieben Tagen fast elf Prozent an Wert und notiert aktuell bei 52,27 Euro. Die Marktstimmung hängt nun an der technischen Umsetzung in Indonesien, während der langfristige Kupferbedarf durch KI-Rechenzentren und den Netzausbau ein stabiles Fundament bietet.
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