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Freeport-McMoRan: Dieselkosten steigen um $500 Millionen

Freeport-McMoRan überrascht mit starkem Quartalsgewinn, doch höhere Kosten und Produktionsverzögerungen belasten den Aktienkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsgewinn über Analystenerwartungen
  • Kostenprognose für Kupferproduktion angehoben
  • Grasberg-Mine läuft nur zu 60 Prozent
  • Aktie verliert binnen Woche elf Prozent

Starke Zahlen, schwache Kurse – bei Freeport-McMoRan klaffen Realität und Erwartung weit auseinander. Der Kupferriese übertraf im ersten Quartal zwar die Prognosen der Analysten. Allerdings schickten revidierte Kostenziele und Verzögerungen in der Produktion die Aktie auf Talfahrt.

Freeport-McMoRan meldete für das Auftaktquartal einen Umsatz von 6,23 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 57 Cent. Damit schlug das Unternehmen die Markterwartungen von 46 Cent deutlich.

Kostendruck durch Diesel und Produktion

Die gute Nachricht verblasste schnell hinter einem düsteren Ausblick auf die Betriebskosten. Das Management hob die Prognose für die Netto-Stückkosten pro Pfund Kupfer an. Diese sollen im laufenden Jahr im Schnitt 1,95 Dollar erreichen. Zuvor kalkulierte der Konzern noch mit 1,75 Dollar.

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die hohen Energiepreise. Allein die gestiegenen Kosten für Diesel belasten das Jahresergebnis mit schätzungsweise 500 Millionen Dollar. Besonders die Standorte in Indonesien spüren diesen Preisdruck massiv.

Verzögerungen in der Grasberg-Mine

Parallel dazu sorgt die wichtigste Mine des Konzerns für Sorgenfalten. In der indonesischen Grasberg-Mine bremsen notwendige Anpassungen an der Infrastruktur den Hochlauf der Produktion. Die Mine wird bis Mitte 2027 voraussichtlich nur mit etwa 60 Prozent ihrer Kapazität arbeiten.

Ursprünglich rechneten Marktbeobachter bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 mit der vollen Auslastung. Diese zeitliche Verschiebung trifft Freeport empfindlich. Das Unternehmen ist auf die hohen Volumina aus Grasberg angewiesen, um die Fixkosten pro Pfund Kupfer zu senken.

Expansion in Chile als Hoffnungsträger

Inmitten der kurzfristigen Probleme treibt der Vorstand langfristige Projekte voran. Im März reichte Freeport die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau der El-Abra-Mine in Chile ein. Das Vorhaben erfordert Investitionen von rund 7,5 Milliarden Dollar.

Nach der Fertigstellung soll El Abra jährlich über 700 Millionen Pfund Kupfer zusätzlich liefern. Ein Produktionsstart ist jedoch erst für das Jahr 2033 vorgesehen. Die chilenische Regierung unterstützt das Projekt und strebt eine zügige Prüfung der Anträge an.

Analysten sind gespalten

Die Reaktionen der Experten fielen nach der Veröffentlichung unterschiedlich aus. Die Investmentbank UBS hob das Kursziel für die Aktie von 66 auf 74 Dollar an und bleibt bei ihrer Kaufempfehlung. Morgan Stanley hingegen stufte das Papier am selben Tag herab.

An der Börse hinterließen die Nachrichten deutliche Spuren. Die Aktie verlor innerhalb von sieben Tagen fast elf Prozent an Wert und notiert aktuell bei 52,27 Euro. Die Marktstimmung hängt nun an der technischen Umsetzung in Indonesien, während der langfristige Kupferbedarf durch KI-Rechenzentren und den Netzausbau ein stabiles Fundament bietet.

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Diskussion zu Freeport-McMoRan

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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