Starke Quartalszahlen verblassen hinter technologischen Hürden im wichtigsten Bergwerk. Freeport-McMoRan sieht sich mit operativen Engpässen in Indonesien konfrontiert, die nun Analysten auf den Plan rufen. Mehrere Bankhäuser senkten ihre Kursziele für den Kupferriesen.
Die Aktie geriet daraufhin unter Verkaufsdruck und notierte zuletzt bei 49,70 Euro. Damit verlor das Papier innerhalb einer Woche rund 15 Prozent an Wert.
Nasses Erz bremst Kupferförderung
Im Zentrum der Sorgen steht der Standort Grasberg. Dort behindert nasses Erz den Materialfluss in den unterirdischen Förderanlagen des Block-Cave-Systems. Um diese Blockaden zu lösen, implementiert das Unternehmen derzeit eine neue Technologie namens „Spillminator“.
Diese Umstellung wirkt sich unmittelbar auf die Verkaufsziele aus. Die Prognose für den Kupferabsatz wurde auf 3,1 Milliarden Pfund nach unten korrigiert. Bis die technischen Gegenmaßnahmen ihre volle Wirkung zeigen, veranschlagt das Management Zeit bis Mitte 2027.
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Analysten reagieren auf Prognosesenkung
Die Investmentbank BNP Paribas Exane reduzierte ihr Kursziel von 75 auf 71 US-Dollar, hält jedoch an ihrer Kaufempfehlung fest. Goldman Sachs passte die Erwartung auf 68 US-Dollar an. Parallel dazu verzeichneten regulatorische Meldungen Insiderverkäufe durch das Management in den vergangenen Monaten.
Dabei fielen die Ergebnisse für das erste Quartal eigentlich positiv aus. Mit einem Gewinn von 0,57 US-Dollar je Aktie schlug Freeport die Schätzungen deutlich. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um fast neun Prozent auf 6,23 Milliarden US-Dollar.
Im laufenden zweiten Quartal könnte eine erwartete Versicherungsentschädigung über 700 Millionen US-Dollar für einen finanziellen Puffer sorgen. Die Entwicklung der Kostenkontrolle trotz der Produktionsengpässe dürfte nun die Richtung vorgeben.
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