Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Freeport-McMoRan Aktie: Rechtsrisiko bremst

Freeport-McMoRan Aktie: Rechtsrisiko bremst

Freeport-McMoRan erzielt starke Quartalszahlen, sieht sich jedoch mit Sammelklagen nach dem tödlichen Murgang in Grasberg konfrontiert. Die juristische Unsicherheit dämpft die positive Marktentwicklung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Klagen wegen angeblicher Risikoverschleierung
  • Starkes Q3-Ergebnis übertrifft Erwartungen
  • Produktionsnormalisierung frühestens 2028
  • Analysten uneins über Kursziele

Die Erholung der Freeport-McMoRan Aktie trifft auf neue juristische Unsicherheit. Nach dem tödlichen Murgang in Grasberg im September 2025 laufen Sammelklagen, die einen Teil der bisherigen Aufwärtsdynamik ausbremsen. Kann die positive Operativentwicklung das rechtliche Risiko schlagen?

Rechtsstreit im Fokus

Mehrere Kanzleien haben Ermittlungen aufgenommen und Securities-Class-Action-Klagen eingereicht. Zentrale Vorwürfe: Das Unternehmen habe Risiken rund um die Sicherheit im Grasberg Block Cave nicht vollständig offengelegt, wodurch der Kurs vor Bekanntwerden der Betriebsunterbrechungen zu hoch bewertet gewesen sein soll. Entscheidend ist die Frist für Lead-Plaintiff-Anträge am 12. Januar 2026 — sie bestimmt, ob die Klagen konsolidiert und in ein größeres Verfahren überführt werden.

Die juristische Unsicherheit erzeugt derzeit einen Risikoaufschlag, der Anleger vorsichtiger macht und weiteres Kurspotenzial dämpft.

Operative Lage und finanzielle Eckpunkte

Operativ zeigt Freeport ein gemischtes Bild: Das Unternehmen übertraf im dritten Quartal 2025 mit 0,50 USD je Aktie die Konsenserwartung von 0,41 USD, und die Erlöse lagen bei 6,97 Mrd. USD gegenüber erwarteten 6,7 Mrd. USD. Zugleich steigen die Kosten, und die vollständige Produktionsnormalisierung am Grasberg-Standort wird frühestens 2028 erwartet.

Wichtige Fakten im Überblick:
– Q3 2025: EPS 0,50 USD (Erwartung 0,41 USD), Umsatz 6,97 Mrd. USD
– Geplante Bardividende: 0,15 USD je Aktie, Auszahlung Februar 2026
– Produktion Grasberg: Normalisierung nicht vor 2028 erwartet
– Marktkapitalisierung: ca. 80,63 Mrd. USD

Gestern schloss die Aktie bei 55,50 USD; die 30-Tage-Performance liegt bei +44,06% und das 52-Wochen-Hoch bei 56,15 USD.

Analysten, Marktstimmung und Ausblick

Analysten sind uneins: Jefferies erhöhte das Kursziel auf 68 USD und stützt seine Sicht auf hohe Realisationspreise für Kupfer und Gold. BMO Capital und Scotiabank setzen hingegen konservative Ziele von 47 USD und verweisen auf die anhaltende Unsicherheit wegen der Grasberg-Investigationen sowie die fehlende Klarheit zur Produktion 2026/2027. Hohe Optionsvolumina und ungewöhnliche Call-Käufe deuten darauf hin, dass einige Marktteilnehmer auf einen Ausbruch setzen, während die Aktie insgesamt zu einem Aufschlag gehandelt wird, der das Branchenmittel bei den erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnissen deutlich übersteigt.

Konsequenz: Die Aktie bleibt zwischen den positiven Rohstofftrends und den firmenspezifischen Rechts- und Kostenrisiken gefangen.

Am 12. Januar läuft die Frist für Lead-Plaintiff-Anträge ab; je nachdem, ob Kläger zusammengeführt werden und wie schnell Verfahren voranschreiten, dürfte dies entscheidend dafür sein, ob der aktuelle Risikoaufschlag bestehen bleibt. Parallel bleibt die Dividendenauszahlung im Februar 2026 ein klar datiertes Ereignis, während eine vollständige Produktionswiederherstellung am Grasberg erst 2028 erwartet wird — diese Zeitachse prägt Prognosen und Bewertungsverschiebungen in den kommenden Quartalen.

Anzeige

Freeport-McMoRan-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Freeport-McMoRan-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Freeport-McMoRan-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Freeport-McMoRan-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Freeport-McMoRan: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Freeport-McMoRan Chart