Die jüngsten Quartalszahlen hätten eigentlich Aufwind bringen sollen. Stattdessen verlor die Freeport-McMoRan-Aktie nach dem Bericht mehr als acht Prozent — und Morgan Stanley hat nun die Konsequenzen gezogen.
Die Investmentbank stufte den Kupferproduzenten von „Overweight“ auf „Equalweight“ herab und senkte das Kursziel von 70 auf 66 Dollar. Der Hintergrund: Das Grasberg-Minenunglück aus 2025 wirkt länger nach als erwartet. Ursprünglich sollte die Produktion im zweiten Halbjahr 2026 zu 85 Prozent wiederhergestellt sein — jetzt sind es nur noch 65 Prozent. Verantwortlich dafür ist unerwartetes Grundwasser, das das Erz im Untertagebetrieb deutlich feuchter gemacht hat. Spezielle Schütten — sogenannte „Spillminatoren“ eines südafrikanischen Ingenieurbüros — sollen das Problem lösen, brauchen aber Zeit zur Installation.
Starke Zahlen, schwaches Bild
Das Paradoxe: Operativ lieferte Freeport im ersten Quartal 2026 durchaus solide Ergebnisse. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 57 Cent und übertraf damit die Analystenerwartungen von 46 Cent deutlich. Der Umsatz erreichte 6,23 Milliarden Dollar — rund neun Prozent über den Schätzungen. Gestiegene Kupferpreise, die im ersten Quartal um fast 37 Prozent anzogen, federten den Produktionsrückgang ab.
Doch die Produktionszahlen selbst erzählen eine andere Geschichte: Die Kupferförderung brach im Quartalsvergleich um fast 24 Prozent auf 662 Millionen Pfund ein, die Goldproduktion sogar um 66 Prozent auf 97.000 Unzen. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Freeport nun 800 Millionen Pfund Kupfer und 700.000 Unzen Gold — deutlich weniger als die früheren Schätzungen von 1,1 Milliarden Pfund Kupfer und 800.000 Unzen Gold.
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Bewertung unter Druck
Morgan Stanley sieht die Aktie auf Basis der eigenen 2027-Schätzungen bei einem EV/EBITDA von 7,4 und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,8 — im Vergleich zu den Fünfjahresdurchschnittswerten von 6,7 beziehungsweise 18,8. Das deutet darauf hin, dass die Aktie trotz der operativen Belastungen noch nicht als klar günstig gilt.
Auch Raymond James und Jefferies reagierten auf die schwächere Grasberg-Guidance mit Kurszielkorrekturen — auf 68 beziehungsweise 75 Dollar. Beide Häuser halten aber an positiven Ratings fest. Jefferies schätzt den negativen Kapitalwerteffekt der Produktionsverschiebung auf rund 2,2 Milliarden Dollar.
Zusätzlich belasten gestiegene Dieselpreise das Unternehmen mit rund 500 Millionen Dollar jährlichen Mehrkosten. Die geplante Umstellung der Grasberg-Stromversorgung von Kohle auf Erdgas wurde um rund 18 Monate verschoben — ein weiterer Faktor, der die mittelfristige Kostenbasis erhöht.
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