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Symbolbild, KI-generiert

Frankreich: Proteste gegen Lebenshaltungskosten weiten sich aus

Nach landesweiten Kundgebungen mit 320.000 Teilnehmenden planen Gewerkschaften und Schülerverbände für Donnerstag einen Generalstreik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Behörden zählen 320.000 Demonstrierende
  • Organisatoren sprechen von einer halben Million
  • 779 Festnahmen landesweit registriert
  • Generalstreik für Donnerstag angekündigt

Hunderttausende Menschen sind in Frankreich gegen hohe Lebenshaltungskosten und Mängel im Bildungswesen auf die Straße gegangen. Die Kundgebungen mündeten am Abend in Zusammenstöße mit Sicherheitskräften und Hunderten Festnahmen. Für die Wirtschaft des Landes wächst damit der Druck, denn Gewerkschaften und Schülerverbände rufen für die kommende Woche bereits zu neuen Protesten und einem landesweiten Generalstreik auf.

Ausschreitungen und Hunderte Festnahmen

Die Beteiligung an den Protestzügen war beträchtlich. Nach behördlichen Angaben demonstrierten landesweit 320.000 Menschen, während die Organisatoren von rund einer halben Million Teilnehmenden sprachen. Am vorangegangenen Samstag hatte die offizielle Schätzung noch bei 410.000 Demonstranten gelegen.

Während die Demonstrationszüge tagsüber weitgehend geordnet verliefen, eskalierte die Lage nach dem Erreichen der Kundgebungsziele. Ordnungskräfte setzten in Metropolen wie Paris, Lyon und Nantes Tränengas ein, nachdem Barrikaden errichtet und Beamte mit Wurfgeschossen sowie Pflastersteinen attackiert worden waren.

Die Bilanz der Sicherheitskräfte verdeutlicht das Ausmaß der Zusammenstöße. Landessweit wurden einschließlich der Halloween-Nacht 779 Festnahmen registriert. Die Einsatzkräfte bekämpften 515 Brände, zudem wurden 36 Geschäfte beschädigt.

Generalstreik für Donnerstag angekündigt

Getragen wird die Bewegung von einem breiten Bündnis. Neben Gewerkschaften mobilisieren Schüler- und Studierendenorganisationen sowie die Gelbwesten-Bewegung. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen die Belastungen durch teurere Energie und Lebensmittel sowie gegen den Zustand staatlicher Schulen.

Die Auseinandersetzungen dürften den Alltag in Frankreich in den kommenden Tagen weiter spürbar beeinträchtigen. Die beteiligten Organisationen haben für mehrere Tage neue Aktionen angekündigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem kommenden Donnerstag, an dem ein landesweiter Generalstreik den Verkehr und öffentliche Einrichtungen lahmlegen soll.

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.