Fossil stabilisiert sich nach einer umfassenden Umschuldung. Die Aktie handelt aktuell in einer Spanne zwischen $3,68 und $3,85. Das Unternehmen hat die fälligen 7,00%-Senior Notes 2026 vollständig ausgelöscht und durch besicherte Papiere mit Fälligkeit 2029 ersetzt. Reicht die Laufzeitverlängerung bis 2029, um den negativen EBITDA-Trend zu stoppen?
Schuldenumstrukturierung
Die wichtigste Änderung ist der Abschluss des Restrukturierungsplans für die bisherigen Senior Notes. Die 7,00%-Notes wurden gestrichen und durch zwei Tranchen ersetzt: 9,500% First‑Out First‑Lien Secured Senior Notes und 7,500% Second‑Out Second‑Lien Secured Senior Notes, beide mit Fälligkeit 2029. Gläubiger stimmten mit einem Wertanteil von 99,99% zu. Dadurch verschiebt sich die nächste größere Fälligkeit um drei Jahre.
Die Maßnahme hinterlässt eine Liquiditätspuffer von rund $101,9 Mio., bestehend aus $79,2 Mio. Zahlungsmitteln und $22,7 Mio. verfügbarer Kreditlinie aus der Asset‑Based‑Lending‑Facility.
Operative Lage
Operativ bleibt der Druck bestehen. Der zuletzt ausgewiesene Nettoumsatz lag bei $270,2 Mio., ein Rückgang von 6,1% gegenüber dem Vorjahr (−7,1% bei konstanten Währungen). Die Bruttomarge fiel auf 48,7% (vorjahr 49,4%). Höhere Zölle und Mindestlizenzvergütungen für lizensierte Marken wirkten negativ und übertrafen die Einsparungen aus Beschaffungsinitiativen.
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Das operative Ergebnis zeigte einen Verlust von $21,7 Mio., die operative Marge betrug −8,0%. Der Nettoverlust belief sich auf $39,9 Mio., was einem verwässerten Verlust je Aktie von $0,76 entspricht. Nach dem Schuldenumtausch hob S&P Global Ratings das Rating von ‚SD‘ auf ‚CCC+‘ an.
Als Gegenmaßnahme hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 44 Filialen geschlossen und weitere Kostensenkungen eingeleitet, um die Margen zu stabilisieren. Das durchschnittliche Handelsvolumen liegt bei circa 338.766 Aktien pro Tag; der Kurs notiert unter dem 52‑Wochen‑Hoch von $4,40.
Ausblick und entscheidende Bedingungen
Die Laufzeitverlängerung und der Liquiditätspuffer schaffen kurzfristig Spielraum. Ob das ausreicht, hängt von zwei konkreten Faktoren ab: einer nachhaltigen Stabilisierung der Bruttomarge und einer Umkehr beim Umsatztrend, die zu positivem EBITDA führen müsste. Bleiben Margendruck und Umsatzrückgang bestehen, könnten weitere Maßnahmen nötig werden. Entscheidend ist die Entwicklung der Margen in den kommenden Quartalen; die neuen Anleihen laufen bis 2029.
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