Formycon legt zum Jahresauftakt spürbar zu. Der Umsatz springt auf 13,1 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro im Vorjahr. Treiber sind neue Meilensteinzahlungen und erste Erlöse aus den bereits zugelassenen Biosimilars.
Besonders wichtig: Das Unternehmen bringt sein Aflibercept-Biosimilar FYB203 nun in der Europäischen Union auf den Markt. Parallel dazu hat Formycon mit FYB206 einen klinischen Haken gesetzt, der für den weiteren Zulassungspfad entscheidend ist. Das macht das erste Quartal zu mehr als nur einer soliden Zwischenbilanz.
FYB203 wird zum Wachstumstreiber
FYB203 ist seit dem 15. Mai 2026 in Europa verfügbar. Das Biosimilar läuft unter den Markennamen Ahzantive® und Baiama®. Damit wächst das kommerzielle Portfolio von Formycon auf drei eigenentwickelte Biosimilars.
Die Einführung folgt einer Einigung mit Regeneron und Bayer. Formycon setzt dabei auf mehrere Vermarktungspartner in wichtigen europäischen Märkten. Dieser Ansatz soll den Rollout breiter und robuster machen.
FYB206 erreicht den nächsten Schritt
Auch beim Pembrolizumab-Biosimilar FYB206 kommt Formycon voran. Die PK-Studie „Dahlia“ hat ihr primäres Ziel erreicht. Das Präparat zeigte pharmakokinetische Äquivalenz zum Referenzprodukt Keytruda®.
Für das Unternehmen ist das ein zentraler Meilenstein. Die Daten schaffen eine wichtige Basis für die finale Fertigstellung der Zulassungsunterlagen. Damit rückt der nächste Entwicklungsschritt näher.
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Zahlen verbessern sich deutlich
Auch operativ sieht das Bild besser aus. Das EBITDA verbesserte sich im ersten Quartal auf -1,7 Millionen Euro nach -13,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Konzern-EBITDA lag bei -3,6 Millionen Euro.
Der Anstieg des Umsatzes kam vor allem aus Meilensteinzahlungen für FYB202 und FYB206. Hinzu kamen Erlöse aus der Vermarktung bereits zugelassener Biosimilars. Kostenkontrolle und Effizienzmaßnahmen stützten die Entwicklung zusätzlich.
An der Börse kommt die Nachricht gut an. Die Aktie notiert bei 20,65 Euro und liegt damit 2,99 Prozent im Plus. Seit Monatsfrist steht ein Anstieg von 14,34 Prozent, der Titel bleibt aber klar unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 22,12 Euro.
Ausblick bleibt bestätigt
Formycon hält an seiner Prognose für 2026 fest. Der Umsatz soll weiter zwischen 60 und 70 Millionen Euro liegen. Beim Konzern-EBITDA peilt das Management 0 bis 10 Millionen Euro an.
Auch beim bereinigten EBITDA und beim Working Capital bleibt der Rahmen unverändert. Für die nächsten Monate stehen Investorenkonferenzen an. Im Juni folgt zudem die ordentliche Hauptversammlung. Dort dürfte sich zeigen, wie schnell Formycon die neuen Fortschritte in nachhaltiges Wachstum übersetzen kann.
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