Startseite » Erneuerbare Energien » Ford Aktie: Energieoffensive

Ford Aktie: Energieoffensive

Ford gründet die Einheit Ford Energy für stationäre Batteriespeicher und investiert zwei Milliarden Dollar. Parallel erweitert der Konzern seine Fertigungskapazitäten in Thailand.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Geschäftssparte für stationäre Energiespeicher
  • Zwei Milliarden Dollar Investition in zwei Jahren
  • Produktionsausbau in Thailand durch Werkkauf
  • Auslieferungen der BESS-Systeme ab 2027 geplant

Ford verschiebt seinen Fokus: Neben Autos baut der Konzern jetzt ein eigenes Geschäft für stationäre Energiespeicher auf und erweitert gleichzeitig seine Produktionskapazitäten in Südostasien. Mit klaren Terminen und einem zweijährigen Investitionsplan will das Unternehmen neue Erlösquellen erschließen. Kann das Ford helfen, das Geschäftsmodell breiter aufzustellen?

Ford Energy: Einstieg in BESS-Geschäft

Ford hat die neue Geschäftseinheit Ford Energy gegründet und Lisa Drake zur Präsidentin ernannt. Ziel ist die Produktion und der Vertrieb von Battery Energy Storage Systems (BESS) für Versorgungsnetze, Rechenzentren und den Wohnbereich. Ford plant, 2027 mit den Auslieferungen zu starten und bis Ende des Jahres eine jährliche Kapazität von rund 20 GWh zu erreichen.

Für die BESS-Lösungen will Ford seine bestehenden US-Batteriefabriken in Kentucky und Michigan nutzen und setzt auf Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Technologie. Um das Geschäft hochzufahren, sind Investitionen von etwa 2 Milliarden US-Dollar über die nächsten zwei Jahre vorgesehen. Die Initiative folgt auf die Umstrukturierung der gemeinsamen Batterieproduktion mit SK On: Ford übernimmt die Betriebsführung und alleinige Kontrolle der Werke in Kentucky.

Produktionsausbau in Asien

Parallel zur Energieoffensive stärkt Ford seine Präsenz in Südostasien. Am 22. Januar 2026 bestätigte das Unternehmen den Kauf eines ehemaligen Suzuki-Standorts in Rayong, Thailand. Die Akquisition soll die regionale Fertigungskapazität erweitern und flexiblere Produktionsmöglichkeiten schaffen — ein langfristiger Schritt zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ford?

Wachsender Bedarf an Energiespeichern, nicht zuletzt durch steigende Stromanforderungen von Rechenzentren und KI-Anwendungen, liefert Ford einen klaren Wachstumstreiber für das neue Geschäftsfeld.

  • Leitung Ford Energy: Lisa Drake
  • Auslieferungsstart BESS: geplant 2027
  • Zielkapazität: ~20 GWh p.a. bis Ende 2027
  • Geplante Investitionen: ~2 Mrd. USD in zwei Jahren
  • Thailand-Akquisition: ehemaliges Suzuki-Werk in Rayong (22.01.2026)
  • Umstrukturierung mit SK On: Ford übernimmt Kontrolle über Kentucky-Werke

Die Aktie notiert bei 13,91 USD, liegt damit nur rund 3,4% unter dem 52-Wochen-Hoch und zeigt über 12 Monate ein Plus von knapp 44%.

Die entscheidenden Effekte auf Umsatz und Ergebnis werden frühestens mit Produktionsbeginn und Auslieferungen 2027 sichtbar sein. Am 10. Februar 2026 nach Börsende legt Ford seine Berichte für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor — diese Zahlen dürften erste Hinweise liefern, wie weit die strategischen Schritte schon Kosten, Investitionen und operative Kontrolle in der Batterieproduktion beeinflussen.

Anzeige

Ford-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ford-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Ford-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ford-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ford: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.