Ford verschiebt seinen Fokus: Neben Autos baut der Konzern jetzt ein eigenes Geschäft für stationäre Energiespeicher auf und erweitert gleichzeitig seine Produktionskapazitäten in Südostasien. Mit klaren Terminen und einem zweijährigen Investitionsplan will das Unternehmen neue Erlösquellen erschließen. Kann das Ford helfen, das Geschäftsmodell breiter aufzustellen?
Ford Energy: Einstieg in BESS-Geschäft
Ford hat die neue Geschäftseinheit Ford Energy gegründet und Lisa Drake zur Präsidentin ernannt. Ziel ist die Produktion und der Vertrieb von Battery Energy Storage Systems (BESS) für Versorgungsnetze, Rechenzentren und den Wohnbereich. Ford plant, 2027 mit den Auslieferungen zu starten und bis Ende des Jahres eine jährliche Kapazität von rund 20 GWh zu erreichen.
Für die BESS-Lösungen will Ford seine bestehenden US-Batteriefabriken in Kentucky und Michigan nutzen und setzt auf Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Technologie. Um das Geschäft hochzufahren, sind Investitionen von etwa 2 Milliarden US-Dollar über die nächsten zwei Jahre vorgesehen. Die Initiative folgt auf die Umstrukturierung der gemeinsamen Batterieproduktion mit SK On: Ford übernimmt die Betriebsführung und alleinige Kontrolle der Werke in Kentucky.
Produktionsausbau in Asien
Parallel zur Energieoffensive stärkt Ford seine Präsenz in Südostasien. Am 22. Januar 2026 bestätigte das Unternehmen den Kauf eines ehemaligen Suzuki-Standorts in Rayong, Thailand. Die Akquisition soll die regionale Fertigungskapazität erweitern und flexiblere Produktionsmöglichkeiten schaffen — ein langfristiger Schritt zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.
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Wachsender Bedarf an Energiespeichern, nicht zuletzt durch steigende Stromanforderungen von Rechenzentren und KI-Anwendungen, liefert Ford einen klaren Wachstumstreiber für das neue Geschäftsfeld.
- Leitung Ford Energy: Lisa Drake
- Auslieferungsstart BESS: geplant 2027
- Zielkapazität: ~20 GWh p.a. bis Ende 2027
- Geplante Investitionen: ~2 Mrd. USD in zwei Jahren
- Thailand-Akquisition: ehemaliges Suzuki-Werk in Rayong (22.01.2026)
- Umstrukturierung mit SK On: Ford übernimmt Kontrolle über Kentucky-Werke
Die Aktie notiert bei 13,91 USD, liegt damit nur rund 3,4% unter dem 52-Wochen-Hoch und zeigt über 12 Monate ein Plus von knapp 44%.
Die entscheidenden Effekte auf Umsatz und Ergebnis werden frühestens mit Produktionsbeginn und Auslieferungen 2027 sichtbar sein. Am 10. Februar 2026 nach Börsende legt Ford seine Berichte für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor — diese Zahlen dürften erste Hinweise liefern, wie weit die strategischen Schritte schon Kosten, Investitionen und operative Kontrolle in der Batterieproduktion beeinflussen.
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