Die Aktie des Solarmodulherstellers hat sich von ihren jüngsten Tiefstständen mehr als verdoppelt. Doch ausgerechnet jetzt meldet sich ein namhafter Analyst zu Wort – und dämpft die Begeisterung der Bullen.
Raymond James startete am Montag die Coverage für First Solar mit einem neutralen „Market Perform“-Rating. Die Investmentbank verzichtete dabei bewusst auf die Nennung eines konkreten Kursziels. Ein ungewöhnlicher Schritt, der aufhorchen lässt.
Risiko-Chance-Verhältnis attraktiv – aber zu spät?
Die Analysten bescheinigen dem Unternehmen zwar ein „relativ überzeugendes Chance-Risiko-Profil“ im Vergleich zu anderen Werten aus ihrem Analyseuniversum. Dennoch zögern sie, sich der mehrheitlich optimistischen Analystenmeinung anzuschließen.
Der Grund: Die positive Story sei bereits weitgehend im Kurs eingepreist. Nach der Rally von über 100 Prozent würde eine Kaufempfehlung lediglich bekannte Fakten wiederholen, die der Markt längst verarbeitet habe.
Drei Stolpersteine im Fokus
Raymond James will erst weitere Entwicklungen abwarten, bevor eine klare Positionierung erfolgt. Im Zentrum stehen drei neuralgische Punkte: die Umwandlung der Pipeline in konkrete Neuaufträge, der Abbau des bestehenden Auftragsbestands sowie mögliche Überkapazitäten am Markt.
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Besonders brisant: Die staatlichen Anreize auf der Angebotsseite (45X-Steuergutschriften für die Produktion) könnten zu einem Kapazitätsüberhang führen, sollten gleichzeitig die nachfrageseitigen Subventionen wie der Investment Tax Credit (ITC) gekürzt werden. Ein Szenario, das den Margendruck erheblich verschärfen würde.
Expansion trotz Unsicherheit
Ungeachtet dieser Risiken treibt First Solar seine Wachstumspläne voran. Das neue Werk in Louisiana nahm bereits vor dem geplanten Zeitpunkt die Produktion auf und bringt eine zusätzliche Jahreskapazität von 3,5 Gigawatt. Die im Bau befindliche Anlage in South Carolina soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 weitere 3,7 Gigawatt beisteuern.
Die Bank of America Securities hält unterdessen an ihrer positiven Einschätzung fest und hob das Kursziel kürzlich auf 291 Dollar an. Auch Goldman Sachs bekräftigte sein „Buy“-Rating und sieht First Solar als zentralen Profiteur der Energiewende.
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