Der kanadische Minenbetreiber First Majestic Silver setzt auf den Rückkauf eigener Papiere. Das Unternehmen hat sein Rückkaufprogramm erneuert, das am gestrigen Mittwoch in Kraft getreten ist. Innerhalb einer Spanne von zwölf Monaten dürfen demnach bis zu 10.000.000 Stammaktien erworben werden. Das Programm läuft bis spätestens zum 13. Oktober 2027.
Die Maßnahme fällt in eine Phase spürbarer Kursschwankungen bei Edelmetallproduzenten. Am heutigen Handelstag legt die Aktie von First Majestic Silver um 1,8 Prozent auf 13,91 Euro zu. Das Unternehmen kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 7,35 Milliarden Euro.
Angebotsdefizit am weltweiten Silbermarkt
Für fundamentale Unterstützung im Sektor sorgen die Rahmenbedingungen des Rohstoffmarkts. Laut gemeinsamen Prognosen von The Silver Institute und Metals Focus steuert der globale Silbermarkt im laufenden Jahr 2026 auf das sechste jährliche Defizit in Folge zu. Das erwartete Defizit soll sich auf 46,3 Millionen Unzen belaufen, verglichen mit 40,3 Millionen Unzen im Vorjahr 2025. Als wesentlichen Grund nennen die Branchenbeobachter eine voraussichtlich stagnierende weltweite Minenproduktion.
Für Produzenten bleibt die operative Fördermenge jedoch eine zentrale Herausforderung. Im dritten Quartal 2026 erzielte First Majestic Silver eine Ausbeute von 3,4 Millionen Unzen Silber sowie 29.552 Unzen Gold.
Zudem förderte der Konzern 13,3 Millionen Pfund Zink und 7,8 Millionen Pfund Blei. Damit erreichte der Silberausstoß 72 Prozent des revidierten Mittelwerts der Jahresprognose für 2026.
Belastungsfaktoren und rechtliche Entlastung
Die Fördereinbußen im abgelaufenen Quartal waren maßgeblich auf operative Hürden zurückzuführen. Eine Arbeitsniederlegung bei First Majestic Silver vor rund einem Monat beeinträchtigte den Minenbetrieb am Standort San Dimas über einen Zeitraum von zwölf Tagen. Die Produktionslücke veranlasste das Analysehaus H.C. Wainwright vor gut einer Woche zu einer Kurszielsenkung auf US$25,50 von zuvor US$27,00, wenngleich die Kaufempfehlung bestehen blieb.
Parallel dazu zeichnete sich eine Einigung im mexikanischen Steuerstreit ab. Im Verfahren um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera, S.A. de C.V. vereinbarten das Unternehmen und die mexikanische Regierung einen Rahmen zur Beilegung des Altfalls. Auf gemeinsamen Antrag setzte das zuständige Schiedsgericht das NAFTA-Verfahren bis zum 31. Dezember 2026 aus, um den Parteien die Finalisierung der Vereinbarung zu ermöglichen.
Detaillierte Finanzzahlen folgen Anfang November
Klarheit über die finanziellen Auswirkungen der jüngsten Produktionsentwicklung erhalten Anleger in wenigen Wochen. First Majestic Silver hat die Veröffentlichung der vollständigen Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 5. November 2026 angekündigt. Im Anschluss an die Zahlenvorlage ist eine Telefonkonferenz für das Management angesetzt.
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