Startseite » Erneuerbare Energien » First Hydrogen Aktie: Exodus-Deal bleibt offen

First Hydrogen Aktie: Exodus-Deal bleibt offen

First Hydrogen verzeichnet leichte Kursverluste, während die Branche auf EU-Auktion und Indien-Projekte blickt. Analysten bleiben zurückhaltend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wöchentliches Plus trotz Tagesminus
  • Indien testet Wasserstoffzug erfolgreich
  • EU-Wasserstoffbank-Auktion steht bevor
  • Übernahme von Exodus Actuation geplant

Die Aktie von First Hydrogen beendete die vergangene Handelswoche mit einem Minus – trotzdem bleibt die Stimmung im Wasserstoffsektor positiv. Grund dafür sind mehrere Großprojekte und regulatorische Weichenstellungen, die in den kommenden Tagen für neue Impulse sorgen könnten.

Am Freitag fiel der Kurs um 4,20 Prozent auf 0,27 Euro. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 14,17 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier 19,65 Prozent im Plus, bleibt aber rund 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,51 Euro.

Rückenwind aus Asien und Europa

Ein wichtiger Stimmungsfaktor kommt aus Indien. Dort absolvierte der erste wasserstoffbetriebene Zug des Landes am 27. Juni erfolgreiche Hochgeschwindigkeitstests mit 120 km/h. Solche Großprojekte zeigen: Die Technologie ist reif für den Schwerlastverkehr. First Hydrogen selbst fokussiert sich auf leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzelle – das passt ins Bild.

Parallel dazu erwartet die Branche noch im Juni die Veröffentlichung der Ausschreibungsbedingungen für die vierte Auktion der EU-Wasserstoffbank. Das Programm subventioniert die Produktion von grünem Wasserstoff. Gelingt der nächste Schritt, verbessern sich die Finanzierungsbedingungen für emissionsfreie Flotten in Europa.

Warten auf den Roboter-Deal

Auf Unternehmensebene bleibt die geplante Übernahme der Exodus Actuation Solutions der wichtigste Hebel. First Hydrogen will die Antriebs- und Getriebetechnologie des kanadischen Unternehmens übernehmen. Ziel ist es, die hauseigene Plattform für unbemannte Bodenfahrzeuge (UGV) leistungsfähiger zu machen.

Die Unternehmen arbeiten derzeit an einem endgültigen Vertrag. Konkrete Details stehen noch aus.

Vorsichtige Analysten, hohe Volatilität

Von den 25 von Reuters erfassten Analysten lautet der Konsens „Halten“. Die Kursschwankungen bleiben extrem: Die annualisierte Volatilität liegt bei 76 Prozent. Der RSI von 50,5 signalisiert weder Überkauf noch Überverkauf.

Der Kurs notiert nur knapp über der 200-Tage-Linie. Technisch gesehen ein neutrales Signal – bei dieser Volatilität kann das schnell kippen.

Bis Ende Juni dürften die EU-Auktionsdetails und die Nachrichten aus Indien die Richtung bestimmen. Beides könnte dem Wasserstoffsektor neuen Schwung geben – oder Ernüchterung, falls die Erwartungen zu hoch waren.

Anzeige

First Hydrogen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue First Hydrogen-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:

Die neusten First Hydrogen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für First Hydrogen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

First Hydrogen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu First Hydrogen

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.