Die NASA und die US Space Force schalten bei der Kommerzialisierung des Weltraums einen Gang hoch. Davon profitiert Firefly Aerospace doppelt. Neue Großaufträge und ein fester Zeitplan für Mondlandungen bringen Dynamik in die Auftragsbücher des Unternehmens.
NASA sichert Mond-Missionen ab
Die Weltraumbehörde bestätigte am Dienstag die Finanzierung für kommende Robotik-Lieferungen zum Mond. Firefly gehört zu einer kleinen Gruppe von Firmen, die sich knapp 600 Millionen US-Dollar an Zuschlägen teilen. Ziel ist eine dauerhafte Präsenz am Mondsüdpol bis zum Jahr 2028. Diese Planung gibt dem Unternehmen langfristige Sicherheit für seinen Auftragsbestand.
Raketenabwehr sorgt für Schub
Parallel dazu baut die US Space Force die satellitengestützte Raketenabwehr massiv aus. Ein am Mittwoch veröffentlichter Auftrag über 36 „Golden Dome“-Satelliten umfasst ein Volumen von 1,75 Milliarden US-Dollar. Die Firefly-Tochter SciTec übernimmt in diesem Programm eine zentrale Rolle bei der Datenverarbeitung. Experten werten die Expansion dieser nationalen Sicherheitsprogramme als Stabilisator für die Umsatzentwicklung.
Reicht der volle Auftragsblock aus, um die hohe Volatilität der Firefly-Aktie dauerhaft zu dämpfen?
Zwar stützt die staatliche Nachfrage das Geschäftsmodell massiv. Das Papier notiert dennoch rund 67 Prozent unter seinem Rekordstand vom Mai. Ein Relative-Stärke-Index von 36,5 deutet technisch zwar auf einen überverkauften Zustand hin, doch die jährliche Schwankungsbreite von fast 96 Prozent unterstreicht das hohe Risiko im Sektor.
Wachstumsziele für 2026
Der Vorstand hält an seiner Prognose für das laufende Jahr fest. Firefly erwartet Erlöse zwischen 420 und 450 Millionen US-Dollar. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Quartal.
Im August veröffentlicht das Unternehmen den Bericht zum zweiten Quartal. Dann wird sich klären, wie effizient das Management die Milliarden-Aufträge in echten Cashflow ummünzen kann. Besonders der Barmittelverbrauch dürfte im Fokus der Analysten stehen.
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