Firefly Aerospace baut seine Präsenz im Deep-Space-Sektor massiv aus. Während die NASA dem Unternehmen kritische Hardware für eine Mars-Mission anvertraut, reagiert die Börse bisher skeptisch. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass technische Meilensteine auch finanziell tragen.
Hitzeschilde für den Roten Planeten
Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA hat Firefly einen Subkontrakt im Wert von 13 Millionen Dollar erteilt. Der Auftrag umfasst die Fertigung, den Test und die Lieferung wichtiger Komponenten für die SkyFall-Mission zum Mars. Konkret geht es um Hitzeschilde und Schutzhüllen für den atmosphärischen Eintritt. Der Start ist für Ende 2028 geplant.
Firefly nutzt für dieses Projekt bestehende Expertise aus seinen Mond-Programmen. Die Fertigung erfolgt in den texanischen Anlagen des Unternehmens. Dabei greift das Team auf Carbon-Verbund-Technologien zurück, die bereits bei der Blue Ghost Landefähre und der Alpha-Rakete zum Einsatz kommen.
Mond-Pläne stützen das Portfolio
Der Mars-Auftrag ist kein isolierter Erfolg. Er ergänzt ein wachsendes Portfolio an Regierungsverträgen. Für eine beschleunigte Mond-Mission im Jahr 2028 erhielt Firefly bereits einen Zuschlag über 144 Millionen Dollar. Diese Kontrakte könnten die künftige Umsatzumwandlung deutlich stabilisieren.
An der Börse hinterlassen diese Erfolgsmeldungen derweil kaum Spuren. Mit einem aktuellen Kurs von 17,00 Euro notiert die Aktie rund 70 Prozent unter ihrem Rekordhoch vom Mai. Immerhin liefert die Technik einen Lichtblick: Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 29,1 eine stark überverkaufte Lage.
Die Bilanz steht kurz vor dem nächsten Prüfstein. Am 11. August veröffentlicht Firefly nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2026. Das Management muss dann beweisen, dass die prestigeträchtigen Aufträge den Abwärtstrend der Aktie nachhaltig brechen können.
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