Der britische Hochtechnologie-Spezialist Filtronic hat ein ereignisreiches Halbjahr hinter sich und blickt auf prall gefüllte Auftragsbücher. Während Großaufträge von Branchengrößen wie SpaceX die strategische Relevanz unterstreichen, investiert das Unternehmen massiv in die eigene Zukunft. Kann die operative Dynamik den jüngsten Gewinnrückgang rechtfertigen?
Großaufträge stärken das Fundament
Filtronic konnte zuletzt mehrere bedeutende Abschlüsse vermelden, die das Vertrauen der Industrie widerspiegeln. Besonders sticht die Kooperation mit SpaceX hervor: Ein Auftrag über rund 47 Millionen Pfund für Komponenten des Starlink-Satellitennetzwerks markiert den größten Einzeldeal der Firmengeschichte.
Auch im Verteidigungssektor punktet das Unternehmen. Ein europäischer Rüstungskonzern gab grünes Licht für die nächste Phase eines Sensorprogramms, was Filtronic ein Volumen von bis zu 11 Millionen Pfund sichern dürfte. Die Arbeiten hierfür sollen in der neuen Fertigungsstätte in Sedgefield durchgeführt werden.
Investitionen belasten kurzfristig das Ergebnis
Die jüngst vorgelegten Halbjahreszahlen zum Stichtag 30. November 2025 zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Zwar blieb der Umsatz mit 25,3 Millionen Pfund stabil auf Vorjahresniveau, doch der operative Gewinn sank auf 2,6 Millionen Pfund, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 6,8 Millionen Pfund erzielt wurden.
Dieser Rückgang ist jedoch das Ergebnis gezielter strategischer Entscheidungen. Filtronic investiert verstärkt in Personal, neue Anlagen und die Produktentwicklung, um das langfristige Wachstum in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Telekommunikation abzusichern. Trotz der höheren Ausgaben stieg der operative Cashflow auf 3,4 Millionen Pfund.
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Hervorragende Visibilität für 2026
Mit der Ernennung der Privatbank Berenberg zum gemeinsamen Broker untermauert das Management seine Ambitionen am Kapitalmarkt. Das Ziel ist eine stärkere Präsenz in margenstarken Märkten wie Low-Earth-Orbit-Satelliten. Dass dieser Plan aufzugehen scheint, belegt der aktuelle Auftragsbestand: Zum Start in die zweite Geschäftsjahreshälfte waren bereits rund 90 Prozent des für 2026 prognostizierten Umsatzes vertraglich fixiert.
An der Börse wird diese Entwicklung positiv begleitet. Die Aktie notiert mit 201 GBX nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und konnte auf Jahressicht um fast 90 Prozent an Wert gewinnen.
Filtronic befindet sich in einer Phase des beschleunigten Kapazitätsausbaus, wobei die hohe Visibilität bei den künftigen Erlösen ein solides Fundament bildet. Anleger werden nun beobachten, wie effizient das Unternehmen die neuen Großaufträge in der erweiterten Produktion umsetzt und ob die Margen nach Abschluss der aktuellen Investitionsphase wieder anziehen.
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