Das Design-Softwareunternehmen Figma legt überraschend starke Quartalszahlen vor – und hebt den Jahresausblick an. Ein Analyst reagiert prompt und stuft die Aktie hoch.
Zahlen, die überzeugen
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 46 Prozent auf 333,4 Millionen Dollar. Das sind gute Nachrichten für das Unternehmen, das zuletzt unter Druck stand. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,10 Dollar und übertraf die Erwartungen um 0,03 Dollar. Die Zahl der zahlenden Kunden wuchs um 54 Prozent auf 690.000.
Besonders beeindruckend: Die Nettoumsatzbindungsrate liegt bei 139 Prozent. Bestandskunden geben also deutlich mehr aus als im Vorjahr. Die Expansionsrate beträgt 140 Prozent. Kein Wunder, dass Analysten nun optimistischer werden.
Die Investmentbank, die das Upgrade vornahm, begründet dies mit der starken Performance und der strategischen Ausrichtung. Figma wächst schneller als viele Wettbewerber und gewinnt Marktanteile.
Ausblick angehoben
Auf Basis dieser Entwicklung hebt Figma seine Prognose für das Gesamtjahr an. Das Management erwartet nun einen Umsatz zwischen 1,422 und 1,428 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 43 Prozent.
Die Aktie notiert bei 20,35 Euro. Das ist ein Plus von 3,6 Prozent am Montag. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von 36,8 Prozent zu Buche. Das Papier notiert 80 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der 200-Tage-Durchschnitt von 32,60 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Kurs. Die Bewertung: etwa das 7- bis 8,5-fache des Umsatzes der vergangenen zwölf Monate.
KI als Wachstumsmotor
Figma setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz. Am 24. Mai startete ein neuer KI-Agent als geschlossene Beta. Das Besondere: Er arbeitet direkt auf der Zeichenfläche, nicht in einer Seitenleiste. Der Agent versteht Komponenten, Variablen und Designsysteme. Mehrere solcher Agenten können gleichzeitig im selben Projekt arbeiten.
Parallel nutzt Figma die neue Google-Cloud-Plattform Gemini 3 Flash, die seit dem 25. Mai verfügbar ist. Das System verspricht höhere Geschwindigkeit bei niedrigeren Kosten.
Die KI-Integration könnte Figma einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb mit Adobe und Canva verschaffen. Erste Kunden reagieren positiv. Ob der Schub ausreicht, um den Abwärtstrend der Aktie nachhaltig zu drehen, bleibt abzuwarten. Die nächsten Quartalszahlen im August werden zeigen, ob die Dynamik anhält.
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