Startseite » Aktien » Ferrexpo Aktie: Vier Richter unter Bestechungsverdacht

Ferrexpo Aktie: Vier Richter unter Bestechungsverdacht

Ferrexpo gerät durch erweiterte Korruptionsuntersuchungen gegen Eigentümer Zhevago und drohende Insolvenz des Bergbaubetriebs zusätzlich in Bedrängnis. Ohne neue Investitionen droht Liquiditätsengpass bis August.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ukrainische Behörden ermitteln gegen vier Richter wegen Bestechung
  • Insolvenzantrag gegen Ferrexpo Poltava Mining zur Verhandlung anstehend
  • Aktienhandel in London suspendiert, Jahresabschlüsse fehlen
  • Unternehmen benötigt 100 Millionen Dollar Kapitalzuführung bis August

Die ukrainische Anti-Korruptionsbehörde weitet ihre Ermittlungen aus. Vier Richter stehen jetzt im Fokus – drei amtierende und ein ehemaliger. Das gab NABU gemeinsam mit der Spezialstaatsanwaltschaft SAPO am 19. Mai bekannt. Die Vorwürfe: Bestechung im Zusammenhang mit Ferrexpos Haupteigentümer Kostyantyn Zhevago.

Der Fall bringt den Londoner Eisenerzproduzenten zusätzlich unter Druck. Denn Ferrexpo steckt bereits in mehreren rechtlichen und finanziellen Krisen.

Ermittlungen gegen Zhevago

Zhevago, Mehrheitseigentümer von Ferrexpo, steht seit 2019 im Visier ukrainischer Ermittler. Die Vorwürfe: Veruntreuung von Milliarden Hrywnja aus der Finance and Credit Bank. Laut Anklage sollen er und frühere Bankmanager über Offshore-Firmen faule Kredite vergeben haben. Das führte zur Insolvenz der Bank.

Die erweiterte Untersuchung betrifft eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 19. April. Dabei ging es um den Verkauf eines bedeutenden Anteils an Ferrexpos Poltava Mining. Die Ermittler werfen Zhevago vor, persönlich an der Organisation von Schmiergeldern beteiligt gewesen zu sein. Er bestreitet die Vorwürfe.

Finanzielle Schieflage

Parallel zu den Korruptionsermittlungen läuft ein Insolvenzantrag gegen Ferrexpo Poltava Mining. Das Handelsgericht Poltava hat ihn Anfang Mai angenommen. Die Anhörung ist für Ende Mai 2026 terminiert.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrexpo?

Hinzu kommt die Aktienaussetzung an der Londoner Börse. Ferrexpo hat den Handel im Mai suspendieren lassen. Grund: Die geprüften Jahresabschlüsse für 2025 liegen nicht vor. Sie hängen von einer neuen Finanzierung ab.

Das Unternehmen versucht, mindestens 100 Millionen Dollar neues Eigenkapital einzuwerben. Ohne Erfolg reicht die Liquidität nur bis Ende August 2026. Bereits im Januar hatte Ferrexpo den Bergbau eingestellt und einen Großteil der Belegschaft in der Ukraine beurlaubt. Grund waren erneute Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Die Anlagen selbst blieben unbeschädigt.

Die entscheidenden Termine rücken näher: Am 28. Mai verhandelt das Gericht in Poltava über den Insolvenzantrag. Parallel sucht Ferrexpo dringend Investoren für die Kapitalerhöhung. Ohne frisches Geld reicht die Kasse nur bis August. Die Zukunft des Unternehmens hängt an diesen beiden Hebeln.

Anzeige

Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 21. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Ferrexpo

Ferrexpo Chart

Weitere Nachrichten zu Ferrexpo