Nach der Genehmigung neuer Anteilsscheine hat der Rohstoffkonzern Ferrexpo seine aktualisierten Stimmrechtsverhältnisse mitgeteilt. Zum Stichtag am 30. September 2026 belief sich die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 1.046.985.626. Das Grundkapital setzt sich aus 1.062.816.440 ausgegebenen Stammaktien zusammen, von denen sich 15.830.814 Stück als eigene Anteile im Bestand des Unternehmens befinden.
Die Anpassung der Stimmrechte folgt auf die jüngsten Kapitalmaßnahmen des Unternehmens. Vor rund zwei Wochen hatten die Aktionäre auf einer Versammlung grünes Licht für eine Kapitalbeschaffung im Volumen von rund US$ 100 Millionen gegeben. Im Zuge dieser Maßnahme sollten 448.848.484 neue Stammaktien zum Handel an der Börse zugelassen werden, um die finanzielle Basis der Gesellschaft zu stärken.
Deutliche Kürzung der Investitionsausgaben
Parallel zur Neuausrichtung der Kapitalstruktur drosselt der Konzern seine Ausgaben im laufenden Betrieb erheblich. Medienberichten zufolge verringerten sich die Zugänge bei den Sachanlagen im ersten Halbjahr 2026 auf 13,892 Millionen $. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2025 lagen diese Aufwendungen noch bei 29,457 Millionen $.
Der Rückgang bei den Anlageinvestitionen spiegelt die angespannte operative Situation wider, die das Unternehmen bewältigen muss. Die Kürzung der Mittel betrifft die Modernisierung und den Erhalt der industriellen Infrastruktur, wodurch Ausgaben angesichts des schwierigen Marktumfelds strikt kontrolliert werden.
Schwache Halbjahresbilanz belastet
Die Zurückhaltung bei den Investitionen steht im Einklang mit den Geschäftszahlen, die Ferrexpo vor gut einer Woche vorgelegt hat. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 brach der Umsatz im Vorjahresvergleich um 57 Prozent auf 196 Millionen $ ein. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (underlying EBITDA) lag im selben Zeitraum bei minus 4 Millionen $.
Unter dem Strich stand im Halbjahr ein Nettoverlust von 14,9 Millionen $. Auch die Fördermenge ging spürbar zurück: Die kommerzielle Produktion verminderte sich um 54 Prozent auf 1,556 Millionen Tonnen Pellets.
An der Börse spiegeln sich die operativen Belastungen und die Verwässerung durch die neuen Aktien in den Notierungen wider. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 58 Prozent. Gestern beendete die Aktie den Handel bei einem Schlusskurs von 0,3716 Euro.
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