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Ferrexpo Aktie: 788 Millionen Dollar Steuerforderung

Ferrexpo kämpft mit 788-Millionen-Steuerforderung und schwindenden Reserven. Ohne Kapitalspritze droht Unternehmensteilen bis September die Insolvenz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ukraine fordert 788 Millionen Dollar
  • Kassenbestand nur noch 27 Millionen
  • Produktion ruht wegen Exportblockade
  • Kapitalerhöhung am Aktionär gescheitert

Ferrexpo kämpft an zwei Fronten gleichzeitig ums Überleben. Einerseits fordern die ukrainischen Behörden dreistellige Millionenbeträge von der wichtigsten Tochtergesellschaft. Parallel dazu gehen dem Eisenerz-Spezialisten die liquiden Mittel aus.

Steuerforderung bringt Konzern unter Druck

Die ukrainische Steuerfahndung erhebt schwere Vorwürfe gegen Ferrexpo Poltava Mining. Rund 788 Millionen US-Dollar fordert der Staat nun ein. Hintergrund sind angebliche Verstöße gegen Währungsbeschränkungen seit Beginn des Konflikts in der Ukraine.

Ferrexpo lehnt die Forderungen ab und bereitet Klagen vor. Die rechtliche Auseinandersetzung belastet die ohnehin angespannte Finanzlage des Pellet-Produzenten massiv.

Leere Kassen und stillstehende Minen

Die Folge: Die Produktion ruht. Angriffe auf die Hafeninfrastruktur blockieren den Export über das Meer. Derzeit beliefert der Konzern europäische Kunden nur noch per Schiene aus vorhandenen Lagerbeständen.

Ende Juni betrug der Kassenbestand lediglich 27 Millionen US-Dollar. Der Konzern versucht, blockierte Mehrwertsteuer-Rückerstattungen in Höhe von 90 Millionen Dollar freizubekommen. Diese Gelder hält die Regierung bereits seit März 2025 zurück.

Machtkampf blockiert frisches Kapital

Zur Sicherung des Betriebs benötigt Ferrexpo mindestens 100 Millionen US-Dollar für die nächsten 18 Monate. Ein Machtkampf mit dem Großaktionär Konstantin Schewago blockiert jedoch die nötige Kapitalerhöhung. Schewago hält 49 Prozent der Anteile und knüpft seine Unterstützung an Bedingungen.

Die ukrainischen Behörden fordern eine Reduzierung seines Anteils, bevor sie regulatorische Erleichterungen in Aussicht stellen. Ein Stopp der Blockade ist nicht in Sicht, da Schewago zusätzlich mit Vorwürfen aus einer Bankenpleite von 2015 konfrontiert ist.

Die Zeit für eine Lösung wird extrem knapp. Sollte keine Einigung erfolgen, droht einzelnen Unternehmensteilen die Insolvenz. Die Liquiditätsreserven reichen laut internen Schätzungen nur noch bis Mitte September 2026.

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Diskussion zu Ferrexpo

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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