Während Ferrari an der Rennstrecke mit der Enthüllung des neuen SF-26 und Superstar Lewis Hamilton glänzt, sieht die Realität an der Börse derzeit düster aus. Die Aktie des Luxusautobauers steht unter massivem Abgabedruck und hat sich weit von ihren Höchstständen entfernt. Investoren stehen nun vor der entscheidenden Frage: Ist diese Diskrepanz zwischen medialer Markenstrahlkraft und fallendem Aktienkurs eine seltene Kaufgelegenheit?
Makroökonomischer Gegenwind
Der Blick auf den Chart ist für Aktionäre derzeit ernüchternd. Das Papier markierte am Freitag mit 284,40 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Verantwortlich für diesen Preisverfall sind primär externe Faktoren. Marktbeobachter verweisen auf geopolitische Unsicherheiten und die Sorge vor potenziellen Zöllen unter der US-Administration, die das exportlastige Luxusgeschäft empfindlich treffen könnten. Diese makroökonomischen Ängste haben dazu geführt, dass die Aktie seit ihren Rekordhochs im Sommer 2025 rund 35 Prozent an Wert eingebüßt hat.
Starke Marke, volle Auftragsbücher
Operativ sendet der Konzern aus Maranello jedoch Signale der Stärke, die im Kontrast zur Kursentwicklung stehen. Der gestrige Launch des neuen Formel-1-Wagens SF-26 auf der Teststrecke in Fiorano ist mehr als nur ein sportliches Ereignis. Die Verpflichtung von Lewis Hamilton und die damit verbundene weltweite Aufmerksamkeit stärken den Markenwert, der als zentrale Säule der Unternehmensbewertung gilt.
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Noch relevanter für die Bilanz ist jedoch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2026. Mit dem Ferrari F80 beginnt die Auslieferung eines neuen Supercars, der als wesentlicher Umsatztreiber fungieren soll. Die Auftragsbücher für die Top-Modelle sind bis weit ins Jahr 2027 gefüllt. Diese hohe Planungssicherheit und der erwartete Mix-Preis-Effekt durch den F80 dürften die Margen in den kommenden Quartalen stützen.
Bewertung lockt Analysten
Die Kombination aus fallendem Kurs und robustem operativen Geschäft führt zu einer Neubewertung der Aktie durch Finanzexperten. Da das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) deutlich von seinen Hochs zurückgekommen ist, betrachten Analysten das aktuelle Niveau zunehmend als attraktiven Einstiegspunkt („Buy the dip“). Zwar bleibt die vom Management konservativ geschätzte Wachstumsrate von jährlich etwa fünf Prozent bis 2030 ein Risikofaktor, doch der stark „überverkaufte“ Zustand der Aktie rückt nun in den Fokus.
Ferrari befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen makroökonomischer Skepsis und unternehmensspezifischer Qualität. Für antizyklische Anleger könnte die aktuelle Korrektur, bei der Bewertungsmultiplikatoren deutlich gesunken sind, eine Chance darstellen, sich im Luxussegment zu positionieren. Ob die Begeisterung um den neuen Rennwagen auch als Initialzündung für eine Bodenbildung an der Börse taugt, wird sich in den nächsten Handelswochen zeigen müssen.
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