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Ferrari Aktie: Rückkauf im Fokus

Ferrari setzt sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm fort, während die Aktie auf Jahrestief notiert. Die anstehende Präsentation des neuen Formel-1-Boliden und die Quartalszahlen sind entscheidend für den weiteren Kursverlauf.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrjähriges Rückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Euro
  • Aktie notiert auf 52-Wochen-Tief nach Analystenabstufung
  • Personelle Neuaufstellung vor Formel-1-Saisonstart
  • Wichtige Termine: SF-26-Präsentation und Jahreszahlen

Ferrari setzt konsequent auf Kapitalrückführung – auch wenn die Aktie zuletzt deutlich an Höhe verloren hat. Parallel dazu sorgt der Formel‑1‑Umbau rund um Neuzugang Lewis Hamilton für zusätzliches Interesse an der Marke. Wie gut stützt das neue Aktienrückkaufprogramm den Kurs in einer Phase wachsender Skepsis?

Milliarden-Rückkauf als Stütze

Ferrari treibt sein im Januar gestartetes, mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Euro zügig voran. In einer gestern veröffentlichten Meldung legte der Konzern Details zur jüngsten Rückkaufwoche offen.

Zwischen dem 12. und 16. Januar 2026 kaufte Ferrari 45.500 Aktien über Euronext Mailand zurück. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 311,18 Euro je Anteilsschein, das entspricht einem Volumen von rund 14,16 Millionen Euro allein in dieser Woche.

Insgesamt hält das Unternehmen per 16. Januar 16.729.106 eigene Aktien in der Bilanz. Das entspricht 8,63 % des ausgegebenen Grundkapitals. Diese kontinuierlichen Rückkäufe wirken wie ein stabilisierender Faktor, auch wenn die täglichen Kaufpreise im Wochenverlauf sanken und zum Wochenschluss bei rund 301,50 Euro lagen – ein Hinweis auf kurzfristigen Verkaufsdruck am Markt.

Kurz die wichtigsten Punkte:

  • Mehrjähriges Rückkaufprogramm über 3,5 Mrd. Euro
  • Jüngste Tranche: 45.500 Aktien zu Ø 311,18 Euro (ca. 14,16 Mio. Euro)
  • Eigene Aktien: 16,73 Mio. Stück bzw. 8,63 % des Grundkapitals

Heute notiert die Aktie mit rund 290 Euro auf dem Niveau ihres 52‑Wochentiefs und damit etwa 41 % unter dem Hoch vom Februar 2025 – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark die Stimmung seitdem gekippt ist.

Druck nach HSBC-Abstufung

Der Kursrückgang der vergangenen Wochen kommt nicht aus dem Nichts. Am 13. Januar stufte HSBC die Aktie von einer Kaufempfehlung auf „Hold“ ab. Begründung: Nach der starken Rallye Ende 2025 sei die Bewertung sehr anspruchsvoll geworden.

Die Analysten betonten zwar, dass der Auftragsbestand weiter robust sei. Aus ihrer Sicht ist jedoch „Perfektion“ in den Kurs eingepreist – gerade mit Blick auf die Umsetzung der Elektro-Strategie ab 2026. Schon kleinere Rückschläge bei Produkten, Margen oder dem Hochlauf neuer Modelle könnten daher stärker durchschlagen als in der Vergangenheit.

Dass Ferrari sein vorheriges Rückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro ein Jahr früher als geplant abgeschlossen hat, unterstreicht allerdings die starke Cash-Generierung. Die neue 3,5‑Milliarden‑Tranche knüpft genau daran an und signalisiert, dass der Konzern unverändert bereit ist, überschüssige Mittel an die Aktionäre zurückzugeben.

Gleichzeitig spiegelt das aktuelle Kursniveau in etwa die vorsichtigere Haltung im Luxussegment wider. Sorgen über die weltweite Konsumdynamik belasten die Branche, auch wenn Ferraris stark individualisierte „Tailor Made“-Angebote das Geschäft weiterhin von klassischen Zyklikeffekten abkoppeln.

Formel 1: Umbau vor der SF‑26-Premiere

Abseits der Zahlen steht die Rennsport-DNA der Marke im Rampenlicht. Bestätigten Berichten zufolge trennt sich Lewis Hamilton, der 2026 seine erste Saison im Ferrari-Cockpit bestreitet, von seinem vorgesehenen Renningenieur Riccardo Adami.

Diese personelle Neuaufstellung fällt mitten in die heiße Phase vor der Präsentation des neuen Formel‑1‑Boliden SF‑26, die für den 23. Januar 2026 angesetzt ist. Solche Schritte haben zwar keinen direkten Einfluss auf Umsatz oder Gewinn. Doch die Performance in der Königsklasse gilt als zentraler Baustein der Markenwahrnehmung – und damit auch als weicher Faktor für die Stimmung unter Privatanlegern.

Ein gut gestartetes F1‑Projekt mit Hamilton an der Spitze könnte die Strahlkraft der Marke zusätzlich erhöhen. Umgekehrt würde ein holpriger Saisonbeginn schnell Fragen nach der sportlichen Ausrichtung aufwerfen und damit auch die Erzählung rund um Ferraris „Unantastbarkeit“ im Luxussegment ankratzen.

Wichtige Termine und Marken

In den kommenden Wochen rückt eine dichte Nachrichtenfolge in den Vordergrund:

  • SF‑26 Launch am 23. Januar 2026: Die Präsentation des neuen F1‑Autos ist der nächste große mediale Aufschlag und dürfte den Ton für die frühe Saisonwahrnehmung setzen.
  • Zahlen am 10. Februar 2026: An diesem Tag legt Ferrari die Ergebnisse für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor. Im Fokus stehen insbesondere:
  • der Ausblick auf die Auslieferungen 2026,
  • die Margenentwicklung im Lichte des neuen 3,5‑Milliarden‑Rückkaufs.

Charttechnisch gilt der Bereich um 300 Euro bzw. rund 330 US‑Dollar als wichtige Unterstützungszone. Dass der Kurs aktuell genau an dieser Schwelle notiert, verschärft die Bedeutung der anstehenden Termine: Positive Signale bei der SF‑26‑Präsentation und überzeugende Perspektiven für 2026 könnten helfen, den Boden zu festigen – schwache Impulse würden dagegen das Risiko einer längeren Konsolidierungsphase erhöhen.

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