Startseite » Dividenden » Ferrari Aktie: Rekordjahr und Dividenden-Boost

Ferrari Aktie: Rekordjahr und Dividenden-Boost

Der Luxusautohersteller meldet für 2025 Rekordzahlen, erhöht die Dividende um 21 Prozent und stellt im Mai sein erstes vollelektrisches Modell vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Umsatz- und Gewinnanstieg im Jahr 2025
  • Dividende steigt um rund 21 Prozent auf 3,615 Euro
  • Präsentation des ersten Elektroautos für Ende Mai geplant
  • Aktienrückkäufe im Wert von 3,5 Mrd. Euro bis 2030

Der Luxus-Sportwagenbauer zeigt der allgemeinen Branchenschwäche die Rücklichter. Während viele Automobilkonzerne kämpfen, meldet Ferrari für 2025 Rekordgewinne und kündigt eine massive Anhebung der Ausschüttung an. Doch neben der bilanziellen Stärke rückt nun ein technologischer Wendepunkt in den Fokus: Im Mai will die Kultmarke ihr erstes vollelektrisches Modell enthüllen.

Starke Zahlen trotz Gegenwind

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 übertraf die eigenen Ziele des Unternehmens. Der Umsatz kletterte um 7 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um 5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro anstieg. Besonders die EBITDA-Marge von 38,8 Prozent unterstreicht die Preismacht der Italiener.

Diese Ergebnisse sind bemerkenswert, da das makroökonomische Umfeld und höhere Zölle für EU-Importe in die USA durchaus Belastungsfaktoren darstellten. Ferrari kompensierte dies durch einen starken Produktmix und die hohe Nachfrage nach Personalisierungen. Das Unternehmen beweist damit, dass sein Geschäftsmodell auch in unsicheren Zeiten resilient bleibt.

Dividenden-Sprung und Rückkäufe

Anleger profitieren direkt von der operativen Stärke. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 3,615 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Steigerung von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und summiert sich auf eine Gesamtausschüttung von etwa 640 Millionen Euro. Hintergrund ist eine strategische Anpassung der Ausschüttungspolitik: Künftig sollen 40 Prozent des bereinigten Nettogewinns an die Aktionäre fließen.

Parallel dazu treibt Ferrari sein Aktienrückkaufprogramm voran. Bis 2030 plant das Unternehmen, eigene Anteile im Wert von insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro zurückzukaufen. Allein zwischen Anfang Januar und dem 20. Februar 2026 wurden bereits Aktien im Wert von über 91 Millionen Euro vom Markt genommen.

Die Börse honoriert diese Maßnahmen. Zwar liegt die Aktie auf 12-Monats-Sicht noch rund 27 Prozent im Minus, doch zuletzt setzte eine Erholung ein. Der Kurs notierte am Freitag bei 321,50 Euro, was einem Anstieg von über 15 Prozent in den letzten 30 Tagen entspricht.

Elektrifizierung trifft Exklusivität

Der Blick richtet sich nun auf das Jahr 2026, für das Ferrari ein Umsatzwachstum auf 7,5 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 39 Prozent in Aussicht stellt. Der wichtigste Katalysator dürfte jedoch die Produktpipeline sein. Am 25. Mai wird das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke, der „Ferrari Luce“, präsentiert. Beim Interieur-Design setzte man dabei auf die Expertise von Ex-Apple-Designer Jony Ive.

Trotz einer leichten Anpassung des Produktmixes aufgrund der schleppenden globalen EV-Nachfrage hält Ferrari an seinem Ziel fest, bis 2030 etwa 20 Prozent der Flotte vollelektrisch und 40 Prozent als Hybride anzubieten.

Die kommenden Monate sind terminlich dicht getaktet. Am 15. April stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Dividende ab. Am 5. Mai folgen sowohl die Auszahlung der Dividende als auch die Veröffentlichung der Quartalszahlen, bevor Ende Mai mit der Vorstellung des „Luce“ eine neue Ära in Maranello eingeleitet wird.

Anzeige

Ferrari-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrari-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Ferrari-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrari-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ferrari: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Ferrari

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.