Während Konkurrent Lamborghini seine Elektro-Pläne streicht und fehlende Nachfrage beklagt, drückt Ferrari aufs Gaspedal. Die Italiener halten eisern an ihrem ersten reinen Stromer fest und wetten damit gegen den aktuellen Markttrend im Luxussegment. Anleger honorieren diesen strategischen Alleingang, da Ferrari nun eine Alleinstellung im Markt für elektrische Hypercars einnimmt.
Lamborghini macht den Weg frei
Der direkte Auslöser für das gesteigerte Interesse an Ferrari war ein Rückzug der Konkurrenz. Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann erklärte gegenüber der Presse, die Nachfrage nach reinen E-Autos im Ultra-Luxus-Segment gehe „gegen Null“. Die VW-Tochter zog daraufhin die Reißleine: Das geplante Elektromodell „Lanzador“ wurde gestrichen und soll durch einen Plug-in-Hybrid ersetzt werden.
Ferrari nutzt diese Lücke konsequent. Das Unternehmen aus Maranello positioniert sich nun als der einzige große Luxus-Hersteller, der 2026 ein dediziertes Elektrofahrzeug auf den Markt bringt. Das Modell „Luce“ soll am 25. Mai 2026 in Rom Weltpremiere feiern. CEO Benedetto Vigna berichtete bereits von „sehr positivem“ Kundenfeedback; die Bücher für Vorbestellungen öffnen im März.
Zahlen überzeugen
Untermauert wird dieser strategische Kurs durch solide Finanzdaten, die eine Erholung der Aktie begünstigen. Das Papier notiert aktuell bei 320,60 Euro und hat sich damit deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 279,20 Euro gelöst.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?
Das Geschäftsjahr 2025 schloss Ferrari mit einem Umsatz von 7,15 Milliarden Euro ab, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte um 8 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro bei einer Marge von starken 38,8 Prozent. Für das laufende Jahr stellt das Management weiteres Wachstum und einen Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro in Aussicht.
Rückkäufe und Dividende
Neben der operativen Entwicklung stützt das laufende Aktienrückkaufprogramm den Kurs. Seit Anfang Januar 2026 hat Ferrari bereits eigene Anteile im Wert von über 90 Millionen Euro zurückerworben. Dies ist Teil eines langfristigen Programms, das bis 2030 laufen soll. Zusätzlich winkt den Aktionären eine Dividendenerhöhung, die im Mai zur Auszahlung kommt.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 25. Mai 2026. Die Weltpremiere des „Luce“ in Rom wird zeigen, ob Ferrari die Skepsis im Segment tatsächlich widerlegen kann. Bis dahin dürfte vor allem der Start der Vorbestellungen im März erste konkrete Hinweise auf die reale Marktakzeptanz des Elektrokurses liefern.
Ferrari-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrari-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ferrari-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrari-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrari: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
