Ferrari-Anleger blicken aktuell in den Rückspiegel und sehen rot. Neue Details zur Aktionärsstruktur und wachsende Kostensorgen haben die Euphorie rund um den Luxusautobauer verfliegen lassen. Während Analysten ihre Erwartungen dämpfen, sorgt eine Lockerung der Vereinbarungen für die Gründerfamilie für zusätzliche Nervosität am Markt.
Angst vor neuem Aktienangebot
Auslöser der aktuellen Verunsicherung ist ein Bericht der italienischen Zeitung Il Sole 24 Ore über Änderungen im Aktionärspakt zwischen der Familie Ferrari und der Agnelli-Holding Exor. Demnach haben Mitglieder der Ferrari-Familie nun die Option, bis zu 5 Prozent ihrer Anteile zu veräußern, ohne dass der bestehende Pakt hinfällig wird. Vizepräsident Piero Ferrari soll sogar die Möglichkeit haben, die Vereinbarung gänzlich zu verlassen.
Der Markt reagiert hier besonders sensibel, da Exor bereits im Jahr 2025 rund 4 Prozent seiner Anteile verkauft hatte. Die gelockerten Restriktionen interpretieren viele Marktteilnehmer nun als Vorboten für ein mögliches Überangebot an Aktien. Diese Sorge drückt auf die Stimmung und spiegelt sich im Kurs wider, der am Freitag mit 299,90 Euro exakt auf sein 52-Wochen-Tief fiel.
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Analysten treten auf die Bremse
Parallel zur Unruhe auf der Eigentümerseite wächst der Gegenwind im operativen Geschäft. Die Großbank HSBC stufte die Aktie in dieser Woche von „Buy“ auf „Hold“ herab. Die Analysten begründen diesen Schritt primär mit steigenden Kosten:
- Formel 1 als Kostenfaktor: Die Entwicklung des Motors für die Saison 2026 verschlingt offenbar mehr Geld als geplant. Berichte über Verzögerungen bei der Entwicklung deuten darauf hin, dass die Forschungs- und Entwicklungsausgaben die Margen belasten werden.
- Währungsdruck: Ungünstige Wechselkurse dürften die Profitabilität zusätzlich schmälern.
Auch UBS senkte kürzlich das Kursziel, wenngleich die Kaufempfehlung beibehalten wurde. Angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von über 33 muss Ferrari eine nahezu perfekte Exekution liefern, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.
Spannung vor den Quartalszahlen
Der Blick richtet sich nun auf den 10. Februar 2026. An diesem Datum veröffentlicht Ferrari die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025. Investoren erwarten hier nicht nur die Bestätigung des Geschäftsmodells aus stabilen Auslieferungen bei höheren Preisen, sondern vor allem konkrete Aussagen zum Management der steigenden Kosten für die Elektrifizierung und das Formel-1-Engagement. Erst positive Signale zur Margenstabilität dürften das Vertrauen zurückbringen.
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