Ferrari hat am Freitag seinen neuen Formel-1-Boliden SF-26 der Öffentlichkeit präsentiert – ein Meilenstein für die Saison 2026 mit Lewis Hamilton und Charles Leclerc am Steuer. Doch während die Scuderia in Maranello die Champagnerkorken knallen lässt, herrscht an der Börse Katerstimmung. Die Aktie verlor erneut an Boden und notiert nahe dem 52-Wochen-Tief bei rund 286 Euro. Seit dem Allzeithoch im Juli 2025 haben die Papiere des Luxusautobauers fast ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.
Neue Ära, alte Sorgen
Der SF-26 markiert einen Neuanfang: Erstmals seit Jahrzehnten setzt die Formel 1 auf nachhaltige Kraftstoffe und erweiterte Elektrifizierung. Ferrari hat das Auto komplett neu konstruiert. Gleichzeitig geht die zweite Saison mit Rekordweltmeister Hamilton los – ein Marketing-Coup, der eigentlich für Rückenwind sorgen sollte.
Die Realität sieht anders aus. Die Aktie büßte am Freitag weitere 1,2 Prozent ein und handelt mit einem Minus von 9 Prozent seit Jahresbeginn. Investoren bleiben skeptisch, obwohl das Unternehmen mit dem F80-Supersportwagen einen handfesten Umsatztreiber in der Pipeline hat.
F80: Ausverkauft, aber nicht eingepreist
Der F80 ist das stärkste Argument der Optimisten. Für rund 3,9 Millionen Euro pro Stück fanden alle 799 Exemplare bereits Abnehmer. Die Auslieferungen sollen 2026 deutlich anziehen und die Umsatzzahlen beflügeln. Analysten gehen davon aus, dass dieser Effekt in der aktuellen Bewertung noch nicht vollständig berücksichtigt ist.
Dennoch bleibt die Stimmung verhalten. HSBC stufte die Aktie Mitte Januar von „Buy“ auf „Hold“ herab. Die Begründung: Ferrari werde während der F80-Phase den Fokus auf Margen statt auf Volumenwachstum legen. Das bedeute höhere Gewinne pro Fahrzeug, aber keine kurzfristigen Überraschungen bei den Auslieferungszahlen.
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China-Schwäche und Zoll-Sorgen
Hinzu kommen externe Belastungen. Der Luxusmarkt in China schwächelt, einem der wichtigsten Wachstumsmärkte für Premiumhersteller. Gleichzeitig sorgen mögliche Handelszölle der US-Regierung für Unsicherheit bei europäischen Exporteuren. Ferrari handelt trotz der jüngsten Korrektur noch immer mit einem KGV von 32 – ein deutlicher Aufschlag gegenüber klassischen Autoherstellern.
Technisch bewegt sich die Aktie in einer kritischen Zone zwischen 335 und 340 Euro. Ein Bruch dieser Unterstützung könnte weiteren Abgabedruck auslösen.
Entscheidung am 10. Februar
Die Quartalszahlen für Q4 2025 und das Gesamtjahr stehen am 10. Februar 2026 an. Dann wird Ferrari erstmals konkrete Prognosen für 2026 vorlegen und Details zum F80-Auslieferungsplan nennen. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – unabhängig davon, wie schnell der SF-26 auf der Rennstrecke unterwegs ist.
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