Ferrari-Aktionäre stehen vor einer ungewöhnlich dichten Ereigniswoche. Ex-Dividende, Quartalszahlen und die Weltpremiere des ersten Elektroautos der Marke fallen in einen engen Zeitraum — selten bündeln sich so viele Kurstreiber gleichzeitig.
Der Kurs notiert bei 316,45 Euro, rund 29 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Mai 2025. Die Erholung der vergangenen Wochen — knapp zehn Prozent in einem Monat — hat den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt zwar verringert, aber noch nicht geschlossen.
Ex-Dividende und Quartalszahlen am selben Tag
Ab Montag notiert die Ferrari-Aktie an der Euronext Milan ex-Dividende. Aktionäre erhalten 3,615 Euro je Stammaktie, die Gesamtausschüttung beläuft sich auf rund 640 Millionen Euro. Zahltag ist der 5. Mai 2026 — exakt derselbe Tag, an dem Ferrari die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht.
Der Q1-Bericht wird zeigen, ob die ambitionierte Jahresprognose trägt. Ferrari peilt für 2026 rund 7,5 Milliarden Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von 39 Prozent an — trotz 200 Millionen Euro Gegenwind durch Währungseffekte. Die Basis dafür ist solide: 2025 kletterten die Nettoerlöse um sieben Prozent auf 7,15 Milliarden Euro, das operative Ergebnis stieg um zwölf Prozent auf 2,11 Milliarden Euro.
Luce: Ferraris Sprung ins Elektrozeitalter
Noch mehr Aufmerksamkeit dürfte der 25. Mai auf sich ziehen. An diesem Tag präsentiert Ferrari in Rom den Luce — das erste rein elektrische Fahrzeug der Marke. Das Datum ist bewusst gewählt: Am 25. Mai 1947 gewann der Ferrari 125 S in Rom sein erstes Rennen.
Der Luce kommt mit über 1.000 PS, vier Motoren und einer 122-kWh-Batterie. Das Interieur stammt von Jony Ive, dem früheren Apple-Chefdesigner. Erste Auslieferungen sind für Oktober 2026 geplant. CEO Benedetto Vigna zufolge ist die Resonanz bereits vor dem offiziellen Vorverkaufsstart „sehr positiv“.
Langfristig soll der Luce den Anfang einer strukturellen Verschiebung markieren: Bis 2030 plant Ferrari, 20 Prozent seiner Jahresverkäufe mit reinen Elektrofahrzeugen zu bestreiten, 40 Prozent mit Hybridmodellen.
Rückkaufprogramm läuft im Hintergrund
Parallel läuft Ferraris milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm weiter, das bis 2030 rund 3,5 Milliarden Euro umfasst. Die erste Tranche von 250 Millionen Euro wurde im Dezember 2025 gestartet. Aktuell hält Ferrari knapp neun Prozent der eigenen Aktien als Eigenbestand.
Der 5. Mai wird zum ersten echten Stresstest für die 2026er-Guidance — und für die Frage, ob die Bewertung nach dem Kursrückgang der vergangenen zwölf Monate wieder Spielraum nach oben lässt.
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