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Symbolbild, KI-generiert

Ferrari Aktie: Bewertungsrätsel

Ferraris Aktienkurs fällt trotz massiver Aktienrückkäufe durch das Management. Analysten sind gespalten zwischen massiver Unterbewertung und begrenztem Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Extreme Differenz bei Analystenbewertungen
  • Management kauft eigene Aktien zurück
  • Premiere des ersten Elektroautos 2026
  • RBC hält an optimistischem Kursziel fest

Die Ferrari-Aktie sorgt derzeit für Kopfzerbrechen bei Analysten und Investoren. Während die einen von massiver Unterbewertung sprechen, sehen andere kaum noch Spielraum nach oben. Gleichzeitig fällt der Kurs weiter – trotz aktiver Aktienkäufe durch das Management selbst.

Zwei Welten bei der Bewertung

Die Diskrepanz könnte kaum größer sein: Eine Bewertungsmethode kommt auf einen fairen Wert von 404 Euro je Aktie. Grundlage sind die Ertragskraft des Unternehmens und die außergewöhnliche Markenstärke. Doch ein Discounted-Cash-Flow-Modell zeichnet ein radikal anderes Bild und taxiert die Aktie auf lediglich 92,50 Euro.

Diese extreme Spreizung offenbart die Unsicherheit über Ferraris künftige Ertragsentwicklung. Die Transformation der Automobilindustrie macht verlässliche Prognosen schwierig – selbst bei einer Luxusmarke mit einzigartigem Status.

Management kauft, Markt verkauft

Ferrari selbst zeigt sich unbeeindruckt von der Kursschwäche. Das Unternehmen treibt sein mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund 3,5 Milliarden Euro konsequent voran. Allein zwischen dem 5. und 16. Januar 2026 erwarb die Gesellschaft 84.500 eigene Aktien.

Auch die Analysten von RBC bleiben optimistisch und bestätigen ihr „Buy“-Rating. Ihr Kursziel von 435 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau und impliziert erhebliches Aufwärtspotenzial.

Elektrischer Ferrari als Lackmustest

Das Jahr 2026 wird für Ferrari zur Bewährungsprobe. Neben der Vorbereitung auf die neue Formel-1-Saison – die technisch nicht unumstritten ist – steht vor allem die Premiere des ersten vollelektrischen Modells an.

Dieser Schritt ist entscheidend: Kann Ferrari seinen legendären emotionalen Reiz und seine Performance-DNA ins Elektro-Zeitalter übertragen? Und gelingt es dem Unternehmen, seine außergewöhnliche Preissetzungsmacht zu behaupten, während sich die gesamte Branche im Umbruch befindet? Die Antworten auf diese Fragen dürften den künftigen Aktienkurs maßgeblich bestimmen.

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