Der Sportwagenbauer aus Maranello überrascht die Märkte: Die Zahlen zum vierten Quartal fallen deutlich besser aus als erwartet. Die Aktie schießt daraufhin um zeitweise mehr als elf Prozent nach oben – die stärkste Tagesentwicklung seit Januar 2019. Damit macht das Papier einen Großteil der Verluste wett, die sich seit dem Allzeithoch angesammelt hatten.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte im Schlussquartal 2025 um neun Prozent auf 700 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt nur 662 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu – und das, obwohl Ferrari mit 3.152 ausgelieferten Fahrzeugen 173 Einheiten weniger verkaufte als im Vorjahr. Besonders in Amerika und China gingen die Stückzahlen zurück.
Höhere Preise und Formel-1-Erfolg gleichen weniger Verkäufe aus
Wie schafft Ferrari es, trotz sinkender Auslieferungen den Umsatz zu steigern? Die Antwort liegt in der konsequenten Preispolitik und einem starken Mix. Pro verkauftem Fahrzeug erlöste der Konzern durchschnittlich 470.500 Euro – ein beachtlicher Wert, der die Exklusivitätsstrategie unterstreicht. Zusätzlichen Schub lieferten höhere Sponsoreneinnahmen und das verbesserte Abschneiden des Formel-1-Rennteams.
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Unterm Strich blieb der Gewinn mit 381 Millionen Euro minimal hinter dem Vorjahreswert zurück. Grund dafür waren höhere Steuern und ein verschlechtertes Finanzergebnis. Für das Gesamtjahr 2025 weist Ferrari Erlöse von 7,15 Milliarden Euro aus – ein Plus von sieben Prozent. Der operative Gewinn (EBIT) kletterte um zwölf Prozent auf 2,11 Milliarden Euro, was einer EBIT-Marge von 29,5 Prozent entspricht. Der freie Cashflow aus industriellen Aktivitäten schnellte sogar um 50 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro nach oben.
Auftragsbuch bis Ende 2027 gefüllt
CEO Benedetto Vigna zeigte sich zufrieden: Die bemerkenswerte finanzielle Performance sei durch Produktmix, Personalisierungen und Sponsoring getragen worden. Die Nachfrage bleibe sehr solide, das Auftragsbuch reiche bis Ende 2027. Für 2026 peilt Ferrari Erlöse von rund 7,5 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 39,0 Prozent an – gestützt durch einen starken Produktmix.
Die Aktie notierte nach der Veröffentlichung in Mailand bei rund 302 Euro, ein Plus von 7,4 Prozent. Das Papier macht damit deutlich, dass die Exklusivitätsstrategie aufgeht: Weniger verkaufte Fahrzeuge bei höheren Preisen und Margen. Die Anleger honorieren diesen Kurs.
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