Fermi America steht vor einer Zerreißprobe. Während das Unternehmen gigantische Stromnetze für Künstliche Intelligenz plant, tobt hinter den Kulissen ein erbitterter Machtkampf. Am kommenden Donnerstag müssen die Zahlen für das erste Quartal zeigen, wie viel Substanz bereits in den Plänen steckt.
Am 14. Mai veröffentlicht Fermi die Ergebnisse für das Auftaktquartal 2026. Um 13 Uhr deutscher Zeit präsentiert das Management die Bilanz. Parallel dazu findet eine Telefonkonferenz für Analysten statt.
Im Zentrum steht das „Project Matador“. Fermi entwickelt damit private Stromnetze im Gigawatt-Bereich. Diese Infrastruktur soll den enormen Energiehunger moderner KI-Rechenzentren stillen.
Rebellion des Gründers
Der ehemalige CEO Toby Neugebauer fordert die aktuelle Führung heraus. Er hat eine eigene Liste von Direktoriumsmitgliedern für eine außerordentliche Hauptversammlung am 29. Mai nominiert. Der amtierende Vorstand lehnt diesen Vorstoß ab und bezeichnet ihn als ungültig.
Die Führung setzt stattdessen auf den Plan „Fermi 2.0“. Dieser soll den Übergang vom Startup zum operativen Unternehmen forcieren. Um die Kontrolle zu behalten, bereitet Fermi rechtliche Schritte bei der US-Börsenaufsicht SEC vor.
Die Aktie spiegelt die Unruhe wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 42 Prozent an Wert. Am vergangenen Freitag schloss der Kurs bei 4,38 Euro.
Die kommenden Wochen entscheiden über die Richtung des Konzerns. Nach den Quartalszahlen am Donnerstag folgt bereits am 29. Mai die Machtprobe auf der außerordentlichen Hauptversammlung.
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