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Symbolbild, KI-generiert

Fed erhöht Leitzins und signalisiert weiteren Zinsschritt

Die US-Notenbank erhöht den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent und erwartet wegen der Inflation für 2026 einen weiteren Schritt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leitzins steigt um 25 Basispunkte
  • Inflationsprognose für 2026 angehoben
  • 16 Fed-Mitglieder erwarten weitere Erhöhung
  • Aktienmärkte reagieren mit Kursgewinnen

Die US-Notenbank strafft ihre Geldpolitik überraschend deutlich nach. Erstmals seit Juli 2023 hat die Federal Reserve ihren Leitzins angehoben: um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Beschluss fiel einstimmig. Wer auf eine baldige Zinswende nach unten gehofft hatte, wird enttäuscht. Die Währungshüter stellten für das laufende Jahr bereits den nächsten Zinsschritt in Aussicht.

Ausschlaggebend für die Zinsanhebung ist die hartnäckige Teuerung. Höhere Energiekosten infolge des Nahost-Kriegs heizen den Preisdruck wieder an. Die Notenbank rechnet für 2026 nun mit einer Inflationsrate von 3,7 Prozent, gemessen am PCE-Preisindex. Im Juni lag die Prognose noch bei 3,6 Prozent. Das offizielle Ziel von 2,0 Prozent dürfte nach aktuellen Projektionen erst im Jahr 2029 erreicht werden.

Zinshöhepunkt noch nicht erreicht

Die neuen Projektionen der Notenbanker sprechen eine deutliche Sprache. Von 18 Notenbankvertretern erwarten 16 bis zum Jahresende mindestens eine weitere Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt. Damit würde der Zinskorridor auf 4,00 bis 4,25 Prozent steigen. Lediglich zwei Mitglieder sprachen sich dafür aus, das Zinsniveau vorerst unverändert zu lassen.

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotz der Straffung auf Expansionskurs. Das Bruttoinlandsprodukt soll im laufenden Jahr um 2,3 Prozent wachsen, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1 Prozent gesehen wird. Diese anhaltende Robustheit verschafft der Fed den nötigen Spielraum, der Inflationsbekämpfung Vorrang einzuräumen.

Märkte reagieren gelassen

Die Finanzmärkte nahmen den Kurswechsel überraschend gefasst auf. An den New Yorker Börsen legte der S&P 500 um 0,4 Prozent zu, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,8 Prozent stieg. Der Dollar-Index kletterte um 0,2 Prozent auf 99,89 Punkte.

Am Zinsterminmarkt sind die Erwartungen für die nächste Zinssitzung am 27. und 28. Oktober gespalten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause liegt dort derzeit bei 57,4 Prozent, während eine weitere Erhöhung mit 42,2 Prozent bewertet wird. Die letzte Gelegenheit für eine Anpassung vor dem Jahreswechsel bietet sich der Fed anschließend am 8. und 9. Dezember.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.