Die Zahlen haben gesessen. Fastly lieferte für das vierte Quartal 2025 Ergebnisse ab, die selbst optimistische Anleger überraschten. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,12 Dollar – das Doppelte der Analystenschätzung von 0,06 Dollar. Beim Umsatz schoss das Unternehmen mit 172,6 Millionen Dollar deutlich über die erwarteten 161,4 Millionen hinaus. Die Reaktion an der Börse ließ nicht auf sich warten: Der Kurs schnellte um 24 Prozent nach oben.
Für ein Unternehmen, das jahrelang mit roten Zahlen kämpfte, markiert das Geschäftsjahr 2025 einen Wendepunkt. Erstmals in seiner Geschichte schrieb Fastly schwarze Zahlen. Im vierten Quartal allein belief sich der Gewinn auf 20,1 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 2,4 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Vier Quartale am Stück bergauf
Besonders bemerkenswert: Das Wachstum beschleunigt sich. Mit 23 Prozent Umsatzplus im vierten Quartal verzeichnete Fastly die stärkste Zuwachsrate seit über drei Jahren. Das war bereits das vierte Quartal in Folge mit steigender Wachstumsdynamik. Der Gesamtumsatz 2025 kletterte auf 624 Millionen Dollar – 15 Prozent mehr als 2024.
Die Bruttomarge erreichte im Schlussquartal einen Rekordwert von 64 Prozent, ein Sprung von 6,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. CEO Kip Compton, der vor sieben Monaten das Ruder übernahm, sieht darin den Beweis für die operative Effizienz der Plattform. Das Betriebsergebnis von 21,2 Millionen Dollar übertraf die eigene Prognose von 8 bis 12 Millionen deutlich.
Sicherheit als Wachstumstreiber
Während das Kerngeschäft mit Netzwerkdiensten um solide 19 Prozent zulegte, explodierte der Sicherheitsbereich regelrecht. Die Security-Sparte wuchs um 32 Prozent auf 35,4 Millionen Dollar und macht mittlerweile 21 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Besonders die API-Sicherheit zieht Kunden an – mehrere Großkunden erweiterten ihre Verträge um diese Komponenten.
Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen schossen um 55 Prozent auf 353,8 Millionen Dollar in die Höhe. Diese Kennzahl zeigt an, welche Umsätze aus bestehenden Verträgen künftig noch fließen werden. CFO Rich Wong betont, dass Fastly bewusst darauf hinarbeitet, mehr feste Zusagen von Kunden zu erhalten statt sich rein auf verbrauchsabhängige Abrechnung zu verlassen.
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KI-Traffic nimmt zu
Compton hebt einen weiteren Trend hervor: Der Verkehr durch KI-Agenten auf der Fastly-Plattform nimmt spürbar zu. Diese automatisierten Systeme rufen deutlich mehr Websites ab als menschliche Nutzer. Für Fastly bedeutet das zusätzliches Volumen. Das Unternehmen hat darauf mit speziellen Bot-Management-Tools reagiert, die helfen, erwünschte KI-Zugriffe zuzulassen und schädliche zu blockieren.
Ein großer Gastronomieanbieter aus der Fortune-500-Liste wechselte kürzlich zu Fastly und erlebte anschließend den besten digitalen Verkaufstag seiner Geschichte. Ein führender Cloud-Anbieter weitete seine Nutzung auf mehrere Fastly-Produkte aus, darunter die Compute-Plattform und Sicherheitsdienste.
Die Nettokundenbindungsrate der letzten zwölf Monate verbesserte sich auf 110 Prozent, nach 106 Prozent im Vorquartal. Das bedeutet, bestehende Kunden geben im Durchschnitt zehn Prozent mehr aus als im Vorjahr – ein klares Zeichen für erfolgreiche Upselling-Strategien.
Optimistischer Ausblick trotz Vorsicht
Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet Fastly mit Erlösen zwischen 168 und 174 Millionen Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 159,6 Millionen. Das Gesamtjahr soll 700 bis 720 Millionen Dollar einbringen, verglichen mit der Markterwartung von 667,8 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von 14 Prozent.
Die Investitionsausgaben werden allerdings steigen. Fastly plant 10 bis 12 Prozent des Umsatzes in Infrastruktur zu stecken, nach 5 Prozent in 2025. Etwa 10 Millionen Dollar an eigentlich für Ende 2025 geplanten Ausgaben wurden ins neue Jahr verschoben. Zudem verteuern sich Speicherkomponenten um 25 bis 75 Prozent – eine Folge der angespannten Lieferketten.
Wong räumt ein, dass makroökonomische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen die Planung erschweren. Trotzdem zeigt sich das Management zuversichtlich, weiterhin schneller zu wachsen als der Gesamtmarkt für Content-Delivery-Netzwerke, der mit etwa 6 bis 7 Prozent pro Jahr expandiert.
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