Uniqlo-Betreiber Fast Retailing hat das Geschäftsjahr 2026 mit dem fünften Rekordgewinn in Serie abgeschlossen und die eigene Prognose übertroffen. Der Ausblick für das neue Jahr fällt allerdings weniger schwungvoll aus. Dazu kommt ein Gegenwind, der den Konzern gleich von zwei Seiten trifft: der schwache Yen im Heimatmarkt und die zuletzt wieder erstarkte Landeswährung bei den Auslandserträgen.
Zahlen über den Erwartungen
Das operative Ergebnis stieg im Geschäftsjahr bis Ende August um rund 32 Prozent auf 743,13 Milliarden Yen. Der Konzern hatte selbst mit 730 Milliarden Yen gerechnet, der Analystenkonsens lag bei etwa 726 Milliarden Yen. Der Umsatz legte um 16,6 Prozent auf knapp 3,96 Billionen Yen zu.
Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn kletterte um 25,3 Prozent auf 542,52 Milliarden Yen. Je Aktie ergibt sich ein Ergebnis von 1.765,70 Yen, nach 1.409,32 Yen im Vorjahr.
Uniqlo wuchs in allen Regionen. Als Stütze erwiesen sich Nordamerika und Europa, während das Festland-China-Geschäft schwächelte, weil die Konsumenten dort zurückhaltend bleiben. In Japan lagen die vergleichbaren Umsätze im Jahresverlauf um 5,1 Prozent über dem Vorjahr, die Sparte erzielte Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn.
Wachstum verlangsamt sich
Für das Geschäftsjahr bis August 2027 peilt das Management ein operatives Ergebnis von 830 Milliarden Yen an. Das entspräche einem Plus von knapp 12 Prozent und damit deutlich weniger Dynamik als zuletzt. Der Umsatz soll auf 4,45 Billionen Yen steigen, der Gewinn der Eigentümer auf 560 Milliarden Yen.
Der Yen spielt dabei eine zwiespältige Rolle. In Japan verteuert die Schwäche der Währung die Importe, was die Marge im vierten Quartal belasten dürfte und Preiserhöhungen nach sich ziehen soll. Im Ausland wiederum dämpfte zuletzt die Yen-Stärke die umgerechneten Erträge, nachdem Zinsanhebungen und Eingriffe der Bank of Japan die Währung gestützt hatten.
Expansion geht weiter
Strategisch setzt Fast Retailing auf große, mehrstöckige Flagship-Stores, die als Anziehungspunkt dienen sollen. In China ersetzt der Konzern schwache Standorte durch größere Läden. In Japan, wo die Filialzahl als gesättigt gilt, will Gründer Tadashi Yanai die Zahl der Flagships binnen zehn Jahren auf 20 verdoppeln.
Das Filialnetz soll bis Ende August 2027 von 3.510 auf 3.545 Geschäfte wachsen. An der Börse in Tokio notierte die Aktie nach der Zahlenvorlage bei rund 75.080 Yen, ein Plus von 0,4 Prozent. Die Anleger scheinen den Rekord weitgehend eingepreist zu haben: Entscheidend wird, ob die geplanten 830 Milliarden Yen operativer Gewinn trotz Währungsdruck und Chinas Konsumflaute erreichbar bleiben.
Stand heute, 8. Oktober: Fast Retailing – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Fast Retailing investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
