Der US-Hypothekenriese liefert verlässlich Gewinne, doch der Glanz der Bilanz bekommt Risse. Während Fannie Mae im Geschäftsjahr 2025 erneut Milliarden verdiente, verdüstert sich das Marktumfeld zusehends. Steigende Ausfallraten am Häusermarkt und die Rückkehr der Risikovorsorge belasten das Ergebnis und deuten auf ein schwierigeres Jahr 2026 hin.
Ende der Sonderkonjunktur
Zwar verbuchte der staatlich gestützte Finanzierer mit 14,4 Milliarden Dollar Jahresüberschuss das 14. profitable Jahr in Folge, doch der Trend zeigt nach unten. Der Hauptgrund liegt in der Risikovorsorge: Musste Fannie Mae im Vorjahr noch keine nennenswerten Rückstellungen bilden, drückten 2025 Kreditrisikokosten von rund 1,6 Milliarden Dollar auf das Ergebnis. Auch die Bewertungsgewinne gingen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Milliarden Dollar zurück.
Operativ zeigt sich der Konzern hingegen stabil und diszipliniert. Die Nettoerträge summierten sich auf 29,0 Milliarden Dollar, während Sparmaßnahmen die Verwaltungskosten um 141 Millionen Dollar drückten. Das Eigenkapital erreichte zum Jahresende den Rekordwert von 109,0 Milliarden Dollar.
Warnsignale vom Hypothekenmarkt
Brisant ist der zeitliche Kontext der Zahlen: Erst gestern meldete die Mortgage Bankers Association (MBA) einen Anstieg der säumigen Hypothekenzahlungen auf 4,26 Prozent im vierten Quartal. Besonders im FHA-Segment kletterte die Quote auf 11,52 Prozent – der höchste Stand seit dem zweiten Quartal 2021.
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Auch bei den konventionellen Krediten, dem Kerngeschäft von Fannie Mae, stieg die Ausfallrate auf 2,89 Prozent. Für das eigene Portfolio meldete Fannie Mae einen leichten Anstieg der ernsthaften Zahlungsrückstände auf 0,63 Prozent. Diese Entwicklung zwingt den Finanzierer zu vorsichtigerem Handeln.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Jahresüberschuss 2025: 14,4 Mrd. Dollar (Rückgang zum Vorjahr)
- Eigenkapital: 109,0 Mrd. Dollar (Rekordhoch)
- Marktumfeld: Hypothekenausfälle steigen auf 4,26 %
- Liquidität: 409 Mrd. Dollar für den Markt bereitgestellt
Trotz der zunehmenden Belastungen bleibt Fannie Mae eine zentrale Stütze des US-Immobilienmarktes und finanzierte 2025 rund 1,5 Millionen Eigenheime und Mieteinheiten. Mit dem rekordhohen Eigenkapital ist das Polster dick genug, um die steigenden Kreditausfälle abzufedern, doch die Zeiten reiner Buchgewinne ohne signifikante Risikovorsorge sind angesichts der Marktdaten vorerst vorbei.
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