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FACC Aktie: UniCredit-Kredit ersetzt alte Kreditlinie

Der Luftfahrtzulieferer löste eine Kreditlinie vorzeitig ab und vergrößerte seine Produktionsstandorte in Kroatien und Kanada.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Konsortialkredit über 190 Millionen Euro
  • Bisherige Kreditlinie vorzeitig abgelöst
  • Fertigung in Jakovlje verdreifacht
  • Kanadische Produktionsfläche auf über 4.500 Quadratmeter erweitert

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC stellt seine Konzernfinanzierung auf ein neues Fundament und treibt parallel dazu die Erweiterung seiner weltweiten Produktionskapazitäten voran. Am Freitag vereinbarte das Unternehmen einen neuen Konsortialkredit mit einem Gesamtvolumen von 190 Millionen Euro.

Vorzeitige Ablösung des bestehenden Konsortialkredits

Die neue Kreditfazilität steht unter der Führung der UniCredit Bank Austria und wird von Partnerbanken aus Österreich und Deutschland getragen. Die Vereinbarung umfasst eine Grundlaufzeit von drei Jahren und beinhaltet zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr. Mit diesem Schritt löst FACC eine bestehende Kreditlinie über 225 Millionen Euro vorzeitig ab.

Die bisherige Vereinbarung wäre regulär erst im Februar 2027 ausgelaufen. Das Unternehmen sichert sich damit frühzeitig Planungssicherheit und finanzielle Stabilität für die kommenden Geschäftsjahre. Vor rund einem Monat hatte FACC zudem seine Mittelfristziele bestätigt, deren Erreichung durch die gesicherte Liquidität unterstützt werden soll.

Ausbau der Fertigungskapazitäten in Kroatien

Flankiert wird die finanzielle Neuordnung durch operative Schritte im europäischen Produktionsnetzwerk. Am 30. September nahm das Unternehmen die Erweiterung seines Werks im kroatischen Jakovlje offiziell in Betrieb. In das Vorhaben investierte FACC rund 36 Millionen Euro, um die Fertigung den künftigen Anforderungen anzupassen.

Durch das Projekt konnte FACC die Produktionsfläche am Standort verdreifachen. Mit 550 Beschäftigten ist Jakovlje nach Angaben des Unternehmens das größte Werk außerhalb Österreichs. Die Kapazitätserweiterung soll dazu beitragen, bestehende Kundenaufträge effizienter abzuwickeln und neue Fertigungsumfänge zu ermöglichen.

Erweiterung der Präsenz in Nordamerika

Auch auf dem nordamerikanischen Markt baut das Unternehmen seine Strukturen aus. Die Tochtergesellschaft FACC Solutions Canada feierte am 28. September ihr 20-jähriges Bestehen. Passend zum Jubiläum schloss das Unternehmen eine Erweiterung ab, die die dortige Produktionsfläche auf mehr als 4.500 Quadratmeter vergrößert.

Durch den Zubau von rund 600 Quadratmetern gewinnt der Standort zusätzlichen Raum für die Fertigung. FACC beschäftigt in der kanadischen Niederlassung inzwischen mehr als 80 Mitarbeiter, um die Betreuung wichtiger Kunden vor Ort sicherzustellen.

Marktreaktion und Kursentwicklung

An der Börse zeigen sich die Anleger nach den jüngsten Meldungen zurückhaltend, wenngleich das Gesamtbild seit Jahresbeginn positiv bleibt. Am Freitag beendete die FACC-Aktie den Handelstag mit einem Schlusskurs von 15,02 Euro. Nach dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs von 19,70 Euro konsolidierte das Papier zuletzt, verzeichnet jedoch seit Jahresanfang noch immer ein deutliches Plus von 32 Prozent.

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Diskussion zu Facc

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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