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FACC: 120-Millionen-Werk in St. Martin

Der Luftfahrtzulieferer baut seine Kapazitäten massiv aus, während die Aktie kurzfristig unter Druck gerät. Analysten warten auf die Quartalszahlen im Mai.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von elf Prozent in einer Woche
  • Investition von 350 Millionen Euro bis 2030
  • Neues Werk für Strukturbauteile im Innviertel
  • Operative Marge von bis zu zehn Prozent angestrebt

Starke Nachfrage, schwache Kurse – beim oberösterreichischen Luftfahrtzulieferer Facc klaffen operative Pläne und charttechnische Realität aktuell auseinander. Das Unternehmen nimmt hunderte Millionen Euro in die Hand, um die massiven Rückstände der Flugzeugbauer abzuarbeiten. An der Börse überwiegt aktuell allerdings die Vorsicht.

Rutsch unter die Signallinie

Nach einem rasanten Aufstieg legt das Papier eine Pause ein. Auf Wochensicht verlor der Titel rund elf Prozent und notiert derzeit bei 13,06 Euro. Damit kreuzte der Kurs die 50-Tage-Linie bei 13,69 Euro nach unten.

Langfristig bleibt der Trend intakt. Auf Jahressicht steht weiterhin ein Plus von rund 90 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt fällt mit gut 23 Prozent komfortabel aus. Marktbeobachter richten den Blick nun auf die Unterstützung im Bereich der 13-Euro-Marke.

Kapazitätsausbau im Innviertel

Operativ drückt das Management aufs Tempo. Bis zum Jahr 2030 plant CEO Robert Machtlinger globale Investitionen in Höhe von rund 350 Millionen Euro. Der Löwenanteil fließt in den heimischen Standort St. Martin im Innviertel.

Dort entsteht ein hochautomatisiertes Werk für Strukturbauteile. Das 120-Millionen-Euro-Projekt soll die Produktionskapazität für Komponenten wie Höhen- und Querruder verdoppeln. Die Branche zwingt zum Handeln. Weltweit sitzen die großen Flugzeughersteller auf einem Berg von mehr als 17.000 unfertigen Verkehrsflugzeugen.

Margenziele und Quartalszahlen

Parallel dazu greift ein internes Effizienzprogramm. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Führungsebene mit einem deutlichen Umsatzplus. Bis Ende 2027 peilt der Vorstand eine operative Marge von acht bis zehn Prozent an.

Neben dem klassischen Kerngeschäft treibt das Unternehmen auch neue Geschäftsfelder wie Flugtaxis und Raumfahrt voran. Am Finanzmarkt richtet sich der Fokus nun auf den Mai. Dann legt Facc die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Diese Zahlen werden belegen, ob die anhaltend hohen Auftragsbestände bereits in messbare operative Gewinne übersetzt wurden.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.