Startseite » Europa-Märkte » EZB: Zinspause im Energiegegenwind

EZB: Zinspause im Energiegegenwind

Die EZB hält an ihrer Zinspause fest, während steigende Energiepreise die Inflation im Euroraum auf 3,0 Prozent treiben und die Konjunktur schwächelt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leitzinsen bleiben auf aktuellem Niveau
  • Inflation klettert auf 3,0 Prozent
  • Energiekosten belasten Wirtschaftswachstum
  • Märkte fokussieren auf Juni-Sitzung

Die Europäische Zentralbank hält heute ihre Leitzinsen unverändert — das ist die allgemeine Erwartung der Märkte. Hinter dieser Entscheidung steckt jedoch ein Dilemma, das Notenbanker ungern offen benennen.

Inflation steigt, Wachstum schwächelt

Der Krieg im Nahen Osten lastet spürbar auf dem Energiemarkt. Brent-Rohöl notiert aktuell bei rund 122 Dollar pro Barrel — ein Niveau, das Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen belastet. Die Folge: Die Inflation im Euroraum kletterte im April auf 3,0 Prozent, nach 2,6 Prozent im Vormonat. Gleichzeitig enttäuschten die deutschen Einzelhandelsumsätze im März mit einem Rückgang von 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat, und auch die französischen BIP-Daten für das erste Quartal verfehlten die Erwartungen.

Diese Kombination macht aggressive Zinserhöhungen politisch heikel. Ein Energieschock treibt zwar die Preise, würgt aber gleichzeitig die Wirtschaft ab. Mehr Restriktivität könnte die Konjunktur zusätzlich belasten, ohne den eigentlichen Inflationstreiber — den Ölpreis — zu bekämpfen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei EZB?

Blick auf Juni

Der Spielraum für entschlossenere Schritte bleibt damit begrenzt. Dennoch richten die Märkte ihren Blick bereits auf die nächste Sitzung: Signale einer möglichen Zinserhöhung im Juni werden heute genau beobachtet. Der EUR/GBP gibt im frühen Handel leicht nach, EUR/JPY kämpft in der Nähe von 187,00 — beides Zeichen einer vorsichtigen Marktstimmung rund um die anstehende Entscheidung.

Wie weit die EZB bereit ist, die Daumenschrauben anzuziehen, ohne die fragile Konjunktur zu gefährden, dürfte die entscheidende Botschaft aus Frankfurt sein — heute mehr als seit Langem.

Anzeige

EZB: Kaufen oder verkaufen?! Neue EZB-Analyse vom 30. April liefert die Antwort:

Die neusten EZB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für EZB-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

EZB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

EZB Chart